Heute mussten wir leider bereits 06:00 aufstehen und Duschen, der offizielle
Weckruf (jeweils von Meng organisiert) erfolgte 06:30, weil es schon Punkt acht
zum Wasserdorf losgehen sollte. Unterwegs erzählte Zhang wieder viele
interessante und auch lustige Sachen. Er ist wirklich ein ganz toller
Reiseleiter! Gleich nach der Stadtgrenze, die natürlich ewig weit entfernt war,
gab es eine Mautstelle. Sowas scheint in China auch sehr beliebt zu sein, wir
passierten noch mehrere. Pro km 1 Yuan. Das kann sich ganz schön summieren. Der
Bus ist übrigens ein Großer, sodass wir fast alle zwei Sitze einnehmen konnten.
Jana und ich saßen da aber noch vorne in der 1. Reihe nebeneinander, um mehr zu
sehen (später in Guilin machten wir uns dann auch weiter hinten breit). Am
Dorfrand angekommen besuchten die meisten erstmal die Harmonie-Halle
(chinesisch: WC). ;) Dann ging's zu den Booten. Wir beide saßen mit Meng, Zhang
und Bernhard in einem Boot. Die Fahrt dauerte nur knapp 10 Minuten, dann stiegen
wir aus und spazierten durch total enge alte Gässchen mit allerlei Läden,
Garküchen, Werkstätten, usw...es war urig und interessant. Wir haben dann bis
11:30 Freizeit gehabt. Jana und ich sind vor einem Stand mit chinesischen
Süßspeisen versackt. Wir haben dank der geduldigen Verkäuferin erst alles
durchprobiert und dann drei verschiedene Sachen gekauft. Wir haben eben
überlegt, wie wir sie euch beschreiben können, aber uns fällt nix passendes ein.
Seeeehr lecker jedenfalls. ;) Dann haben wir auf einer großen Steinbrücke
Meinhard, Renate, Inken und Horst getroffen und uns dazu gesellt. Es war eine
lustige Runde und eine Attraktion waren wir hellhaarigen Mädels auch. Junge
Chinesinnen wollten unbedingt Fotos mit uns machen. Das ist schon irgendwie
kurios. Nach ner ganzen Weile auf der Brücke sind wir dann zum Restaurant, dass
uns Zhang vorher gezeigt hatte. Es war ein uriges Lokal, wir hatten unsere
beiden Rund-Drehtische im 2. Stock. Es gab wie immer Reis, Chicken,
Schweinefleisch, Suppe, irgendwas Frittiertes, Gemüse und für jeden ein Getränk.
Für mich war diesmal nicht allzu viel dabei, daher hab ich mich hauptsächlich
mit Reis und Gemüse begnügt. Gegessen wird übrigens vom 1. Tag an mit Stäbchen.
Das kann beim Reis oder ganz kleinem glitschigen Gemüse schon mal nervig sein.
;) Nach dem Essen ging's zu Fuß zurück zum Bus und wir fuhren zum Pudong
International Airport, wo wir gegen 14:15 aufschlugen. Mir ging's auf einmal
durch und durch und ich raste gleich nach dem Check-In zur Harmonie-Halle. Die
Sicherheitskontrolle war völlig unkompliziert und schnell. Wir hatten auf Grund
des ganzen Kontrollwahns in der Stadt (bei der Hafenrundfahrt, im Bahnhof, im
Jin Mao Tower) mit mehr gerechnet. Allerdings haben die Chinesen etwas gegen
Feuerzeuge im Flugzeug, also musste ich meins abgeben. Der Weg zum Gate war
lang. Shanghais Flughafen ist riesig. 15:25 war Boarding, ca. 16:00 Abflug.
Diesmal hatten wir Glück. Obwohl die Maschine sehr voll war, hatten wir beide
Gangplätze in der selben Reihe und neben uns den Sitz frei. Wir bekamen wieder
gutes Essen und mehrmals Trinken, obwohl es nur ein kurzer Flug von 2:15 Stunden
war. Gegen 18:15 verließen wir die Air China Maschine und holten unsere Koffer
vom Band. Dann raus, Feuerzeug kaufen und Rauchen. ;) Jana besorgte erstmal
Wasser. Meine Güte, was war das für ein Wetter. Total schwül! Nach 3 Schritten
klebte schon alles an einem fest. Und der ganze Flughafen von Guilin blinkte.
Ein wildes Lichtermeer in Form von farbwechselnden Lichterketten um das
Flughafengebäude und davor bunt beleuchtete Palmen, ebenfalls mit wechselnden
Farben. Und es regnete, d.h. alles spiegelte sich noch im Boden. ;) Mit dem Bus
ging's dann ca. 90 Min. über teils unbefestigte Strassen bis nach Yangshuo,
einer kleinen Stadt am Li Fluss inmitten der traumhaften Karstkegellandschaft.
Der Bus konnte leider nicht vorm Hotel halten, weil es sich in einer
Fußgängerzone befindet, sondern hielt zu Fuß ca. 10 Min. entfernt. Wir liefen
das restliche Stück durch den Regen und kamen klatschnass am Hotel in der
Weststrasse an. Sie ist in etwa mit der Khao San Road in Bangkok zu vergleichen.
Grell, bunt, voll und laut. ;) Das Ai Yuan ist ein einfacheres Hotel, aber
durchaus mit Flair. Wir nahmen unsere Zimmerkarte entgegen und machten uns
erstmal kurz frisch. Wir warteten nicht auf unsere Koffer (das machen auf
unserer ganzen Reise immer die Kofferträger, da es angeblich unhöflich ist, den
Koffer selbst zu ziehen), und gingen nochmal vor die Tür. W-Lan gibt's wieder
nur in der Lobby, also schickte ich den 2. Beitrag los, den ich mal wieder im
Flugzeug verfasst hatte. Man kommt ja sonst zu nix. *hrmpf* Wir hatten dann
keine Lust mehr umherzulaufen und setzten uns in ein Straßencafé nebenan. Ich
bestellte chinesisches Bier (wie für mich gemacht) und Jana Tee. Etwas später
gesellten sich Inken und Horst zu uns. Wieder etwas später verließ uns Inken und
Josef kam dazu. Der Sepp war mal ein richtig grosser Bergsteiger und hat als
Gymnasiallehrer für Physik und Mathe sogar die Huber-Brüder unterrichtet. Noch
mehr später kam dann auch noch Bernhard, Josefs Sohn dazu. Es war ein netter
plauschiger Abend, der erst 23:30 endete. Wie wir mitbekommen haben, hatten
viele Probleme, das Visum bzw. Tibet-Permit zu bekommen. Horst und Inken wurden
von der Botschaft in Hamburg sogar richtig derb schikaniert. Also einfach ist so
eine Chinareise mit Tibet scheinbar wirklich nicht.
Ach und noch zu euren Antwortmails.
@Eve: die Gruppenreise ist an sich schon gewöhnungsbedürftig. Man ist immer
gebunden. Das ist für mich schon eine Umstellung. Bisher gehts aber noch. ;)
Kathrin kannst du die Mails übrigens ruhig weiterleiten oder schick mir mal ihre
E-Mail-Addy, damit ich sie zukünftig mit rein nehme.
@Angie: Online-Check-In war bei der Gruppenreise leider nicht möglich. :( Wir
haben uns nicht nebeneinander gesetzt, weil wir so jeweils mehr Platz hatten.
@Andrea: schön, dass du das Haus hütest und noch alles ok ist. Hoffe, es bleibt
so. ;)
Huhuu liebe Rena!
AntwortenLöschenMensch, das hört sich alles total spannend und toll an. Freut mich, dass ihr so viel Freude habt und auch anscheinend mit vielen aus der Gruppe gut euch unterhalten könnt. Das ist schon mal viel wert. Sicher ist es nicht ganz einfach weil man sozusagen in einer Gruppenreise gebunden ist. Aber für China ist das sicher die beste Wahl gewesen. Wann geht es weiter nach Tibet? Das müsste doch die nächste Station sein, oder? Und, wie schmeckt Chinesisches Bier? Zu vergleichen wie Deutsches?
Wünsche Euch weiterhin viel Spaß!
LG
Angela
Wow Tag 4 schon. Die Zeit vergeht. :-) Harmonie Halle find ich übrigens klasse. Das muss ich mir merken. Den Bericht hab ich Kathrin schon weitergeschickt, aber hier ist ihre Mail Addy für die Zukunft kathrincollier@freenet.de.
AntwortenLöschenViel Spaß weiterhin.
Liebe Grüße
Eve
Hallo Schatz,
AntwortenLöschenschön, dass du, leider wieder mit Problemen aber dann doch gut, angekommen bist. Wie ich lese, steht unsere Hütte noch, das beruhigt mich. Haben mit Ausnahme von heute immer schönes Wetter gehabt.
Echte Erholung ist das hier, kein Stress nicht mal bei der Anreise. Natur pur, im Garten laufen Rebhühner und Rehe umher, mehr dann später. Hab dich ganz doll lieb mein Schatz.