Montag, 20. September 2010

ZDF

Und hier noch ein paar Zahlen, Daten, Fakten! ;)

Mitreisende: Jana, Gabi, Eve und meinereiner

Datum: 07.-17.09.2010
Tage: 11 (mit An- und Abreisetag)

Auto: Toyota Avensis TR 2.0 Automatik
Meilen: 1076 (Tacho-Stand 1. Tag: 18831, letzter Tag: 19907)
Kilometer: 1732...mehr als ich dachte!

Guesthouses: 6
Apartments: 2
Hotels: 1
=> nochmal 1000 Dank an Eve für's ganze Reservieren und Anzahlen!!!

Kosten:
114,- GBP für's Auto (anteilig) = 135,50 EUR
77,60 EUR für den Flug + 67,70 EUR Umbuchung = 145,30 EUR
exakt 700,- GBP für den Rest = 832,50
=> 1113,30 EUR


Best of...

Unterkunft: Donan House, Craigellachie Guesthouse & Corriemar (wobei eigentlich alle wirklich nett und sehr sauber waren)

Stadt: Edinburgh, St. Andrews & Oban

Dorf: Melrose, Ballater & Inveraray

Landschaft: Cairngormes, Glencoe

Strand: Silversands of Morar

Castle: Eilean Donan, Dunrobin & Dunnotar (eher eine Burgruine)

Abbey: Melrose & Dryburgh

Church: St. Conan's Kirk

Schal: in Edinburgh beim Castle (und nicht gekauft *heul*)

Mützenladen: in Armadale am Ferryport "Ragamuffin" ;)

Gänsehautfaktor: Culloden & Braemar Castle *lol*

Essen: "Ship Inn" in Melrose, "Gordon's Tearoom" in Braemar & "Riva" in Inverness (und die Starters im "Bee's & Bird's" in Stirling)

Süßigkeit: Fudge (Vanilla & Coffee Cream) & Chadbury Dairy Milk

Bett: Donan House, Craigellachie & Corriemar

Motiv: Eilean Donan, Dunnotar, Morar & Rannoch Moor

History: Massacre of Glencoe, Wallace Monument, Rob Roy's Grave

Sonntag, 19. September 2010

Fotos Fotos Fotos!!!

Einige meiner Fotos sind bereits für euch hochgeladen:

Album 1
Album 2
Album 3

Viel Spaß!

Tag 11: Stirling - Glasgow - Berlin

Spätestens 09:00 Uhr sind wir aufgebrochen (nach einem letzten Mal Porridge für Jana und mich *gg*), da wir das Auto 10:30 Uhr in Glasgow am Airport abgeben mussten. Das Wetter war so gut wie nie zuvor, kein Wölkchen am Himmel, was schon echt gemein war. :( Schottland wollte es uns so schwer wie möglich machen. Kurz nach 10:00 Uhr waren wir dann auch bei Sixt, was wir erstaunlicherweise ohne uns zu verfahren sofort gefunden haben. Da es günstiger war, selbst aufzutanken, sind Jana und ich nochmal schnell los zur Tanke, während Eve und Gabi schon im Shuttle-Bus warteten. Mit der Übergabe des Autos hat auch alles geklappt, puha, Gott sei Dank. Als wir ein paar Minuten später den Flughafen betraten: schon wieder ein Schock. Unser Flug nach Berlin hatte schon wieder über eine Stunde Verspätung. Man fragt sich doch langsam wirklich, was da bei Easyjet los ist. Und ich frage mich langsam wirklich, ob es an mir liegt!? Die Österreicher mussten uns leider schon kurz vor elf verlassen, da ihr Flieger nach London bereits 12:35 Uhr startete. Der Abschied war kurz und schmerzlos, aber so ist es eh immer am besten. ;) Wir gingen auch kurz danach durch die Sicherheitskontrolle und haben drüben noch ausgiebig Mitbringsel (Fudge, Whiskey & Co.) geshoppt. Glücklicherweise blieb es bei der einen Stunde, sodass wir nicht nochmal auf dem Glasgower Flughafen übernachten mussten. Haha! Gegen 18:00 Uhr Ortszeit sind wir gut in Berlin gelandet, obwohl wir einen echten Kamikazeflieger als Piloten hatten, der die Hauptstadt scheinbar im Sturzflug einnehmen wollte. Total erschöpft, aber mit grandiosen Erinnerungen an ein wunderschönes Land, endete auch diese Reise.

Tag 10: Oban - Loch Katrine - Stirling

Also wie schon gesagt ging es den Österreichern am nächsten Morgen leider immer noch nicht besser, da sie sehr schlecht geschlafen hatten und dementsprechend schlecht gelaunt waren, sodass ich ein Machtwort sprechen musste (sorry nochmal, Mädels). ;) Aber wir lassen uns von den Omis doch nicht die Reiselaune verderben! Um 09:10 Uhr brachen wir dann auf in Richtung Loch Katrine und machten bald darauf einen Zufalls-Stop bei St. Conans's Kirk, einer unglaublich süßen und romantischen kleinen Kirche in Lochawe am Loch Awe mit Wasserspeiern in Hasenkopfform. *gg* Ein Stückchen weiter befand sich das Kilchurn Castle, dass wir von der Kirche aus sehen konnten und auch vom anderen Ufer (wir mussten drumherum fahren) fotografiert haben. In Inveraray machten wir einen WC-Stop und kauften mal wieder in der Woolen Mill einige Souvenirs. ;) Es war ein sehr süßer hübscher Ort an einem großen Loch mit einem wunderschönen Castle. Nach gefühlten 2-3 Stunden und anstrengender kurviger Fahrt erreichten wir endlich Loch Katrine, wo wir eine einstündige Dampferfahrt auf dem Loch Katrine (hier wurde Rob Roy geboren und hier hat er gelebt) mit dem mindestens 60 Jahre alten Dampfschiff "Sir Walter Scott" unternommen haben. Es war ganz nett und wir hatten Glück mit dem Wetter, aber der Preis von 11,- GBP war keineswegs gerechtfertigt. Vor der Fahrt haben wir am Seeufer noch einen kurzen Mittagssnack eingenommen und wurden überraschenderweise von einem perfekt deutschsprechenden Koch bedient. ;) Gleich nach der Dampferfahrt fuhren wir ein Stückchen weiter nach Balquhidder zum Grab von Rob Roy. Auf dem Hügel hinter der Kirche war er gestorben und im Familiengrab liegen seine Frau und seine beiden Söhne. Eine sehr idyllische Gegend, aber als Fahrer echt der Horror, dorthin zu gelangen...hatte richtig Muskelkater vom vielen Kurvenfahren an diesem Tag. *gg* Da wir noch im Hellen zum Wallace Monument in Stirling wollten, waren wir etwas unter Zeitdruck. Im Eiltempo ging es nach Stirling und schon von Weitem war der Turm hoch auf einem Berg über der Stadt zu sehen. Sowas nenne ich mal ein Monument...wow! Ein großes Denkmal für einen großen Mann! Den Berg zu erklimmen war jedoch weniger erfreulich, man war das vielleicht steil. Aber der Ausblick über Stirling hat sich gelohnt und da gerade eine Hochzeit oben war, hatten wir auch noch Dudelsack-Livemusik. Wundervoll! Die Erleuchtung, dass man wohl auch mit dem Auto herauffahren hätte können, war etwas ärgerlich. ;) Abendessen gab es dann nach dem Einchecken im "The Haven" Guesthouse im "Bird's and Bee's", ein uriges Lokal im Landhausstil, wo wir unser Abschiedsessen genossen haben (danke nochmal an Eve und Gabi für die Einladung!!!). Das Lokal war fußläufig nur 10 Minuten entfernt, sodass ich mir endlich mal ein Guiness gönnen konnte. Hach, alle waren etwas wehmütig, aber wir waren auch supermüde vom doch sehr anstrengenden Tag.

Tag 9: Fort William - Glencoe - Rannoch Moor - Oban

Morgens sind wir nach dem ausgiebigen "cooked" Breakfast nochmal zum Ortseingang zurückgefahren, um zu schauen, um was es sich beim Old Inverlochy Castle handelt. Da es aber nur noch eine kleine Ruine war, sind wir gegen 10:25 Uhr gleich weitergefahren. Der erste Fotostop war am Loch Linnhe, ein herrlicher Ausblick. Danach ging es zum Glencoe Village, wo wir das Massacre Monument (wo 1691 die Campbells den Clan der MacDonalds abgeschlachtet haben, nachdem sie sich dort fast zwei Wochen lang gastfreundlich bewirten ließen!) besuchten und Eve und Gabi das Folk Museum besichtigten. Gegen 12 Uhr ging es weiter durch das Glencoe Tal und durch das Rannoch Moor. Eine herrliche und bezaubernde Landschaft, obwohl die Sonne nicht so wollte wie wir. Jedes Mal, wenn wir fuhren schien sie und sobald wir anhielten, um Fotos zu machen, verschwand sie hinter vereinzelten Wolken. Es war zum verrückt werden. ;) Um wieder schnell auf die Strecke nach Oban zu kommen, nahmen wir eine Nebenstraße am River Orchy entlang, die wieder nur für ein Auto ausgelegt war. Dort begegneten uns u.a. ein "Otter"-Schild (aber keine Otter), gewaltige Stromschnellen, Wasserfälle und eine tolle Hängebrücke, die wir natürlich gleich ausprobierten. Gegen 15 Uhr waren wir in Oban und gönnten uns ein teures, aber gutes, Mittagessen im Cuan Mor. Danach folgte noch etwas Shopping und um 16:50 Uhr eine einstündige Tour in der alten und bekannten Oban-Whiskey-Destillery, was äußerst interessant war. Die anschließende Probe haben wir aber glaube alle nicht so gut vertragen. *lol* Und dann ging es zum Hotel. Es war eine Ufer-Straße mit Blick auf Mull (die ganze Straße bestand aus B&B's). Wir hatten das Alltavona direkt an der hinteren Uferpromenade gebucht. Es war das teuerste Hotel auf unserer Reise, aber wir wollten uns als Abschluss mal was richtig Tolles gönnen. Wir hatten uns extra schöne Zimmer ausgesucht (alle waren unterschiedlich nach Themen eingerichtet) und Jana und ich freuten uns auf unsere römische blau-goldene freistehende Badewanne. ;) Allein die Eingangshalle war total klasse...es war wie in einem kleinen Schloss! Und der Speise"saal" war wahnsinnig luxuriös dekoriert! Als wir jedoch ankamen, meinte Carol plötzlich, sie hätte nie eine Bestätigung von uns bekommen und dementsprechend auch kein Zimmer frei. Aber wir hatten die Email mit, in der wir die Reservierung bestätigt haben...trotzdem, kein Zimmer frei. Schock! Wir waren alle supersauer. Sie meinte dann, dass sie ihre Freundin vom Corriemar anruft, ob diese noch zwei Zimmer hat. Dem war dann auch so und wir sollten die Zimmer zum gleichen Preis bekommen. Also ging es (glücklicherweise) nur 2 Häuser weiter zum Corriemar, dass auch sehr nett aussah, aber nun mal nicht unser Alltavona war, auf das wir uns so gefreut haben. :( Die etwas ältere Besitzerin war total verwirrt und schien irgendwie null Plan zu haben. Sie zeigte uns zwei Seaview Rooms, konnte uns aber trotz mehrmaliger Nachfragen nie sagen, wieviel die Zimmer genau kosten und sie schien sehr genervt. Sehr komisch...normalerweise sollte man doch freundlicher empfangen werden. Es schien nicht so, als hätte sie die Zimmer an diesem Abend noch anderweitig vermietet, also hätte sie doch froh sein können. Naja, Jana und ich hatten Glück mit dem Zimmer. Es war groß, sehr sauber und irgendwie venezianisch eingerichtet. Auch die Betten waren sehr bequem. Eve und Gabi hatten weniger Glück mit ihrem Double, dass etwas kolonialer und dunkler eingerichtet war, und dementsprechend war auch die Laune (zumindest von Eve) absolut im Keller. :( Leider haben sie in dem Bett auch nicht so gut schlafen können, da es sehr hart war. Morgens ließ ich die drei dummerweise allein, als es ans Bezahlen ging, um das Auto zum Hotel zu holen (es stand am Ufer), und so kam es, dass wir nun noch mehr bezahlt haben, als am Vorabend ausgemacht wurde. *grummel* Da war ich ja schon etwas angesäuert, dass die drei nicht ordentlich mitgerechnet und sich von der alten Omi über's Ohr haben hauen lassen. Mittlerweile vermuten wir ja schon fast, dass das von den beiden älteren Lady's eine Masche war, um gegenseitig ihre Zimmer voll zu kriegen. Mmmh, sehr verdächtig. Aber auch fast schon irgendwie clever. Oder sie haben einfach zu viel Whiskey getrunken...auch möglich. ;)

Tag 8: Dornie - Skye - Mallaig - Glennfinnan - Fort William

09:30 Uhr sind wir nach einem ausgiebigen Frühstück mit Blick auf's Castle zum Eilean Donan Castle, um es nun auch von innen zu besichtigen. Kurz vorher sind wir noch zum View Point auf einen Hügel gefahren, von wo aus man eine tolle Sicht auf's Castle und über das Loch hatte. Das Castle war von innen etwas moderner eingerichtet, da es nach einem Wideraufbau erst in den 1930er Jahren wiedereröffnet wurde. Dies tat aber keinen Abbruch, da es eine ungeheuere Gemütlichkeit ausstrahlte und dekorativ sehr ansprechend war. Einige Szenen, so z.B. in der Küche, wurden anhand von aufgestellten lebensechten Figuren nachgestellt, sodass man sich direkt in die damalige Zeit zurückversetzt fühlte. Wirklich sehr sehenswert! Gegen 11:00 Uhr folgte dann die Weiterfahrt nach Kyle of Lochalsh und von dort über die Skye-Bridge zur Isle of Skye. Drüben angekommen bogen wir nach Süden in Richtung Armadale ab und ich bemerkte ein elektronisches Schild, auf dem stand, dass die Fähre Armadale - Mallaig gecancelled wurde. Leider hatten es die anderen nicht bemerkt, sodass wir nun nicht genau wussten, welche Fähre gemeint ist. Wir vermuteten, dass es sich um die Fähre 11:30 Uhr handelte, dennoch hatte ich ein schlechtes Gefühl im Bauch. Als wir dann 11:35 Uhr am Ferry Port ankamen, sahen wir diese Fähre davon fahren und wollten unsere Tickets für die um 12:55 Uhr kaufen. Wir hatten geplant, uns bis dahin evtl. das Armadale Castle anzuschauen. Pustekuchen. Unsere Fähre war die, die auf Grund zu doller Winde gecancelled wurde. :( Ob die beiden anderen an diesem Tag fahren, konnte man uns vor 13:00 Uhr nicht sagen. Na toll. Wir verbrachten fast 2 Stunden, die echt nervenaufreibend waren, in einer kleinen Klause neben dem Hafenparkplatz, bis wir endlich die erlösende Nachricht erhielten, dass die Fähre um 14:30 Uhr fährt. Vorher shoppten Jana und ich noch im Handarbeitsladen Ragamuffin hinter der Klause und haben zwei tolle Wollmützenunikate erworben. ;) Die Fahrt selbst genossen wir dann wieder sehr entspannt auf dem Deck bei Sonnenschein. Ein wunderschöner Regenbogen begleitete unseren Weg. In Mallaig sind wir ca. um 15:00 Uhr angekommen und wir fuhren gleich weiter zu den Silversands of Morar, ehe das Wetter wieder umschlägt. Ach waren die toll...leider hatten wir keinen Sonnenschein (dass es nicht regnete, war an diesem Tag schon echt Glück). Aber bei schönem Wetter muss es dort aussehen, wie an einem Karibikstrand. Von dort aus ging es weiter nach Glennfinnan. Erst zur Railway Station (extrem dringender Toilettengang), die angeblich der Bahnhof von Hogwarts sein soll, dann zur Glenfinnan Church und dann zum Glenfinnan Monument und Viaduct. Das Viaduct müsste jeder Harry Potter - Kenner aus dem Film kennen, da dort der Hogwarts Express drüber fährt. Vom Hügel hinter dem Visitor Centre sollte man einen besonders schönen Blick haben, also machten wir uns alle auf den glitschigen Weg nach oben. Eve und Gabi gaben bald auf. Jana und ich kraxelten mutig weiter den kleinen Wasserfall-Pfad im Regen den Berg hoch, um oben dann doch enorm enttäuscht zu werden. Das Viaduct sah man nicht aus der weltbekannten Perspektive mit der Kurve und das Wetter war einfach mal richtig scheiße...total diesig und es nieselte die ganze Zeit. Wenigstens das Monument mit dem Loch Shiel im Hintergrund konnte man gut fotografieren, aber die Enttäuschung konnte es nicht lindern. Das wir auf diesem verdammten Pfad, der nur aus glitschigen nassen Steinen und Matsch bestand, nicht ausgerutscht sind, gleicht einem kleinen Wunder. Und mein rechter Fuss war auch pitschnass, weil meine neuen Gummistiefel ein Fehlkauf waren. Nachdem wir uns im Visitor Centre etwas aufgewärmt und getrocknet haben, ging es weiter nach Fort William, wo wir in einer gemütlichen Taverne in der Einkaufsstraße (es gab nur eine) lecker zu Abend gegessen haben. Es gab italienisches Essen! ;) Das äußerlich sehr ansprechende  und wohl auch edlere Seafood Restaurant direkt am Loch wollte uns ohne Reservierung keinen Tisch geben, dabei waren mindestens 20 Tische leer!!! Unser Guesthouse "Acarsaid" befand sich direkt am Ufer des Lochs, wo laut unserer Gastgeberin (eine echte Schottin, die man kaum verstanden hat) die Britannia mit der Queen an Bord angelegt hatte. Das Guesthouse war sehr nett eingerichtet und die Zimmer sehr hübsch, allerdings haben Jana und ich heute noch Abdrücke der Bettfedern auf unseren Rücken. Und die Duschhalterung und der Handtuchhalter mussten auch dran glauben. :)

Montag, 13. September 2010

Tag 7: Inverness - Loch Ness - Dornie

Heute war der erste regenreiche Tag, den wir in Schottland erlebten. Der Wettergott hat uns heute im Stich gelassen. :( Gegen 10:30 Uhr waren wir in Urquhart Castle am Loch Ness, das Monster haben wir aber leider nur in Plüschform erlebt. Das Wetter war noch halbwegs okay und trocken. Die Burgfestung an sich ist nur noch eine Ruine und man kann schlecht erahnen, wie es mal ausgesehen hat. Aber dass sie nicht allzu schwer einzunehmen war, kann man sich gut vorstellen. Dunnotar Castle dagegen war fast uneinnehmbar. Leider haben sie viele moderne Elemente in die Burg eingebracht, so z.B. Plattenwege und Bänke, die das ganze weniger historisch erscheinen lassen. Sehr schade. Nach ausgiebigem Stöbern im Nessi-Shop und Jana's "Nessi-Experience", die sie verfrüht zum Geburtstag bekommen hat, fuhren wir auf einer der landschaftlich reizvollsten Straßen Schottlands (A87) gen Westen...durch die Landschaft von Glen Shiel und den Five Sisters. Leider war das Wetter dann so trüb, dass man die hohen Munros (1000 ft. hohe Berge) rechts und links der Straße kaum erkennen konnte. Außerdem regnete es auch ziemlich stark, sodass das Fahren teilweise sehr anstrengend war. Auf halber Strecke hielten wir im Cluanie Inn, einem einsamen Guesthouse mit Snack-Restaurant, und stärkten uns mit warmen Süppchen für die Weiterfahrt. Das Cluanie Inn am Loch Cluanie liegt in etwa mittig zwischen Loch Ness und Loch Duich. Wir hofften, dass der Regen etwas nachlässt und es ein wenig aufklart, aber leider war das Gegenteil der Fall. Gegen 15 Uhr waren wir in Dornie und checkten in unser Donan House ein, dass direkt am Seeufer gegenüber der Burg Eilean Donan Castle steht, die wohl romantischste und am meisten fotografierte Burg Schottlands. Da es dermaßen stürmte und der Regen peitschte, haben wir uns alle erstmal in die Kojen gelegt und ein Schläfchen gehalten. ;) Gegen halb sechs klarte plötzlich der Himmel auf und man konnte ein paar Sonnenstrahlen am anderen Seeufer erkennen. Wir spazierten rüber zum Castle und konnten doch noch einige wunderschöne Aufnahmen im Licht der untergehenden Sonne machen, so war es doch noch ein schöner Tagesabschluss. Später am Abend waren wir noch in Dornie in einem Pub...einem von zweien in einem 8-Häuser-Dorf. Hier hatte Jana einen merkwürdigen Verehrer (für uns wird er immer "der Russe" bleiben), der abends die Lampen vom Castle angemacht hatte. Morgen geht's dann rüber auf die Insel Skye. Das Wetter soll leider erstmal weiter so bescheiden bleiben, aber vielleicht haben wir ja Glück!?

Tag 6: Carrbridge - Culloden Battlefield - Dunrobin Castle - Inverness

Nach einer fabelhaften Nachtruhe und dem leckersten Frühstück, dass wir bisher hatten, brachen wir auf. Ok, der "Black Pudding" (ich musste ihn ja unbedingt probieren) alias Blutwurst war einfach ekelhaft...und ich habe mich noch gewundert, warum mich der ältere Herr bei der Bestellung mehrmals fragte, ob es mein Ernst sei. Naja, aber dafür war das Porridge extrem lecker...Jana's und meine neue schottische Lieblingsspeise. :) Der Abschied fiel uns nicht leicht, da die Inhaber, ein älteres Ehepärchen, total nett waren und sich rührend um uns gekümmert haben. Wir fuhren dann also zum ca. 40 min. entfernten Culloden Battlefield, wo Tausende mutige Highlander einer Übermacht von Engländern gegenüber standen und bis zum ehrenvollen Tod gekämpft haben. Die Stimmung war gedrückt, da auch der Himmel weinte und wir in Wehmut versanken. Aber kaum waren wir auf dem Weg die Ostküste rauf, bis nach Golspie, schien wieder die Sonne. Das Cawdor Castle ("Macbeth") mussten wir leider von der Liste streichen, zeitlich hätten uns dann mindestens zwei Stunden gefehlt und das wäre bei Dunrobin echt Frevel gewesen. Dort angekommen (Punkt 12:00 Uhr) besichtigten wir geschlagene drei Stunden das Dunrobin Castle, ein wahrhaftiges Märchenschloss, von dem wir uns kaum lösen konnten. Die Innenräume (wir durften nur einen Bruchteil besichtigen) waren sagenhaft und der Schloßgarten direkt am Meer hat alles nochmal übertroffen. Anschließend haben wir den "Award Winning Beach" in Golspie aufgesucht und sind eine ganze Weile im strahlenden Sonnenschein am einsamen Sandstrand (allerdings viel Tang) entlanggeschlendert. Die erhofften Delphine haben wir leider nicht gesehen. Wieder in Inverness angekommen, suchten wir unsere Bleibe, das Lakefield Guesthouse. Es ist wieder sehr klein und niedlich eingerichtet. Die Zimmer sind gemütlich und sauber, so dass man sich wirklich wie zu Hause fühlen kann. Nach dem Einchecken sind wir noch runter in die Stadt und haben in einem Nobel-Italiener am Flussufer zu Abend gegessen. Sehr sehr lecker, aber das bisher teuerste Essen und der Service war oll...irgendwas war da mit den Getränken (weiß nicht mehr so genau). Sonst haben wir für unser warmes Essen am Tag maximal 8-10 Pfund gezahlt, allerdings waren das bisher auch immer Pub's. Morgen geht es gleich zum Loch Ness, mal sehen ob sich das Monsterchen blicken lässt. ;)

Tag 5: Aberdeen - Carrbridge

Wie immer ging es gleich nach dem Frühstück wieder weiter (diesmal selfmade, weil wir ein Apartment hatten). Eve und Gabi hatten die Klappcouch erwischt und dementsprechend schlecht geschlafen. Das Teil war aber auch bretthart...und wieder stellte sich mir die Frage, wie man sowas als Übernachtungsmöglichkeit anbieten kann. Meine Jeans, die ich am Vorabend in der apartmenteigenen Maschine (ohne Waschmittel) gewaschen habe, war mittlerweile auch fast trocken. :) Wir fuhren geradewegs nach Ballater, wo wir die Old Royal Station besichtigten. Das war ein niedliches kleines Bahnhofshäuschen, dass so hergerichtet war, wie damals zu Queen Victorias Zeiten. Die letzte Zugfahrt von ihr von Aberdeen nach Ballater wurde dort mit Figuren in Originalkleidern nachgestellt. Sogar der königliche Waggon war zu besichtigen...prunkvoll ohne Ende. Nach einer ausführlichen Besichtigung ging es weiter nach Braemar. Der Weg dorthin führte uns zu unserem nächsten Stop: Balmoral Castle...naja, wohl eher nur bis zum geschlossenen Tor, dass von zwei Bobby's bewacht wurde. Die Queen und die gesamte Royal Family verbringt dort nämlich immer im August und September ihren Sommerurlaub. Schöner Mist. Nicht mal einsehen konnte man dieses traumhafte Schloss. Stattdessen besuchten wir gleich gegenüber die Crathie Church, in der die Queen & Co. zum Gottesdienst gehen. Niedliche kleine Kirche, aber im Grunde nichts Besonderes. Gegen 13:00 Uhr fuhren wir dort wieder weiter und zwar direkt nach Braemar, wo wir als erstes bei "Gordon's" etwas zum Mittag gegessen haben. Wieder typisch schottisch...vegetarische Lasagne, Reis-Curry, Backkartoffel und Chicken Wings. ;) Ach halt, kurz vor Braemar waren wir ja noch beim Braemar Castle, wo mal ein 'dunkler Lord' gelebt hatte. Er soll dort heute noch als Hausgeist umherstromern, weil er das Castle damals in Brand gesetzt hat und nun keine Ruhe finden darf. Beliebt war er eh nicht besonders, so rief er z.B. seinen Diener stets mit einem Pistolenschuss herbei. Beim Castle angekommen, das nicht sonderlich einladend wirkt, entschieden wir uns dann doch gegen den Eintrittspreis von 5 Pfund und gingen zurück zum Auto. Ein paar Meter weg vom Castle fing es auf einmal total zu stürmen an und es schüttete wie aus Eimern. Beim Auto angekommen, hörte es plötzlich wieder auf und in Braemar selbst gab es wieder strahlend blauen Himmel und Sonnenschein, wie auch vor dem Castle-Besuch. Haltet uns für verrückt oder nicht, aber wir vermuten alle einstimmig, dass uns der "Black Colonel" damit eins auswischen wollte, weil wir nicht ins Schloss gegangen sind. So haben wir zumindest auch unsere schottische Gruselgeschichte im Reisegepäck verstaut. ;) Nach dem Mittagessen waren wir noch in einem traditionellen Ladengeschäft, wo ich mir endlich mein Schal-Mützenset aus schottischer Lammwolle gekauft habe. Es handelt sich dabei um den Diana Memorial Tartan, wo vom Preis auch eine Donation an den Diana-Fond abgeht. Das war also mein gutes Werk von heute. ;) Nach einer kleinen Exhibition von der Geschichte von Braemar ging es zurück bis fast nach Ballater, da wir von dort aus die Nordroute durch die Cairngormes (Nationalpark in den Highlands) bis nach Carrbridge nahmen. Zwischendurch mussten wir immer wieder Fotostops machen...sei es wegen faszinierenden und spektakulären Aussichten oder um Hochlandrinder zu belästigen. ;) Die Straße war aber ein wahrer Krampf. Zu schmal für zwei Fahrzeuge und berg-und-talig ohne Ende. Diese tollen "Passing-Lanes" waren immer an den Stellen, wo man sie nicht gebrauchen konnte und die Autos vom Gegenverkehr kamen immer hinter einer Kuppe in einer Kurve. Toll, gell? Gegen 18:30 Uhr checkten wir dann im Craigellachie Guesthouse in Carrbridge ein. Wir wurden sehr freundlich empfangen und die Zimmer sind einfach zuckersüß und blitzblank. Ich habe selten sowas niedliches wie dieses Guesthouse gesehen. Wir gingen gleich noch zur "berühmten" Carrbridge, einer alten Steinbrücke aus dem 16. Jahrhundert, die noch gut erhalten ist. Da Carrbridge ein ziemlich winziges Örtchen ist, war die Brücke nur 2 Gehminuten vom Guesthouse entfernt. Nun relaxen wir gerade alle ein bisschen, bevor wir uns gleich unten in die gemütliche Lounge begeben, um dort noch ein wenig zu kniffeln. ;)

Freitag, 10. September 2010

Tag 4: Dundee - Aberdeen

Wir standen früh auf, da es nur bis 8:30 Uhr Frühstück geben sollte. Das Scottish Breakfast ist etwas gewöhnungsbedürftig: Porridge (Haferbrei?), Bacon, Eggs, etc...kein Käse. :( Anschließend brachen wir gleich zum Hafen auf, weil wir die RSS Discovery besichtigen wollten. Da es erst um 10:00 Uhr öffnete, waren wir vorher noch im Lidl und haben uns mit dem Nötigsten versorgt...ja, auch in Schottland gibt's Lidl und Aldi. ;) Bevor man zum Schiff kommt, konnte man noch durch eine Exhibition durch, die wirklich sehr interessant war. Man hat viel über die Expedition zum Südpol gelernt und auch, was das Schiff sonst noch so mitgemacht hat (z.B. im 1. Weltkrieg in der Behringsee) oder wie es der Mannschaft ergangen ist. Die Besichtigung des Schiffes war einfach klasse. Es ist schon toll, auf so einem riesigen Dreimaster rumzustöbern, zumal wir das Schiff fast für uns alleine hatten. ;) Gegen halb 12 ging es dann weiter in Richtung Norden nach Arbroath. Die dortige Abbey war wieder wunderschön, genauso wie die im Süden. Wobei mir Melrose und Dryburgh noch besser gefallen haben. Das Wetter hat uns heute den ganzen Vormittag leider nicht so gut mitgespielt, d.h. auf dem Schiff hatten wir Regen und in der Abbey war es auch noch arg bewölkt. Erst beim Dunnotar Castle nähe Stonehaven, zu dem wir nach der Abbey gefahren sind, klarte es auf und die Sonne ließ sich blicken. So kam es, dass wir diese unglaublich beeindruckende Burgruine, die völlig abgeschirmt vom Rest der Welt auf einem Felsblock im Meer thront, gegen Ende der Besichtigung doch noch bei strahlend blauem Himmel und Sonnenschein genießen konnten. Aber der Aufstieg, der vorher einen enormen Abstieg voraussetzte, war der blanke Horror. Wir waren total fertig und absolut am Ende. *fg* Aber die Strapaze hat sich definitiv gelohnt. Gegen 16:15 Uhr lösten wir uns von diesem traumhaften Anblick und fuhren schnurstracks nach Aberdeen zu unserem City Wharf Apartment, dass wir mit einigen Anlaufschwierigkeiten gegen 17:15 Uhr gefunden hatten. Blöd nur, dass das Büro nur bis 17 Uhr auf hat. Glücklicherweise war die Dame noch da und gab uns, natürlich erst nachdem wir die Tür fast eingeklopft haben, grummelnd unseren Code für das Zahlenschloss vom Apartment. Und ohje...es war im 2. Stock. Also hieß es Koffer schleppen und wieder mal Treppenstufen steigen. Unsere Waden werden morgen wie die Hölle schmerzen. Oha! Aber morgen dürften die Besichtigungen nicht allzu anstrengend sein. Gleich morgen früh brechen wir auf in Richtung Braemar, das mitten in den Highlands liegt. Die Queen und auch Prinz William befinden sich gerade dort auf ihrem Sommersitz Balmoral Castle. Drückt uns die Daumen, dass wir mal ein paar Royals sehen. :)

Tag 3: Edinburgh - St. Andrews - Dundee

Um 08:00 Uhr war Aufstehen angesagt, da wir frühzeitig in die City wollten, um die Sightseeing Bustour zu machen. Hach, Jana und ich waren fast wie neu geboren nach soviel Schlaf. *fg* Wir suchten im Zentrum einen Parkplatz, den wir nicht fanden (wie überraschend), aber parkten dafür fast direkt an der Waverly Bridge in einer Seitenstraße der Royal Mile. Auf der Brücke starteten die ganzen Bustouren und wir konnten direkt einsteigen, als wir dort ankamen. Das Wetter war wieder fantastisch und Edinburgh ist eine traumhaft schöne Stadt (natürlich nicht für rechtsfahrgewöhnte Autofahrer!!!). Edinburgh Castle, Carlton Hill, Scott Monument, Balmoral Hotel oder die Old Town...alles wahnsinnig toll. Nach 30 min. Fahrt sind wir ausgestiegen und haben das Castle besichtigt, von dem aus wir einen unglaublichen Ausblick über die Stadt bis hin zum Meer und einer vorgelagerten Insel hatten. Innen besichtigten wir lediglich das War Memorial und das Prison (Gefängnis), da wir nicht allzu viel Zeit hatten (Parkschein galt bis 13:07 Uhr). Wir fuhren mit dem Bus die Runde zu Ende und waren 12:35 Uhr wieder auf der Waverly Bridge. In der Cockburn Street, wo unser Auto stand, gingen wir noch ein wenig shoppen und fuhren dann direkt los nach St. Andrews. Es war ein Krampf, bis wir aus Edinburgh herauskamen...es kann doch nicht so schwer sein, ordentliche Straßenschilder aufzustellen, oder? Wieso können die das nicht? *kopfschüttel*
St. Andrews ist eine kleine niedliche Universitätsstadt an der Ostküste, die die älteste Uni von Great Britain beherbergt (ja, älter noch als das Oxford College). Wir besichtigten dort das Castle und die Cathedral, die ebenfalls gigantische Ausmaße gehabt haben muss. Wir spazierten bei blauem Himmel und Sonnenschein direkt am Meer entlang und genossen sie Seeluft...hach, wundervoll. Anschließend fuhren wir noch zum Madres College, dass dann aber doch nicht so sehenswert war, wie ich gedacht habe. Ich habe mir einen schönen Campus mit großem Garten vorgestellt, aber es war dann doch sehr einfach gehalten. Gegenüber von der Trinity Church fanden wir wieder einen Pub namens "The Rule", der innen doch größer war als erwartet. Sehr stilvoll eingerichtet und sogar mit Biergarten. Da es warm war und die Sonne noch schien, setzten wir uns hinten in den urigen Biergarten und aßen Fish & Chips, Caesars Salad und Nachos. Typisch schottisch also. ;) Danach ging es langsam rauf nach Dundee (natürlich wieder mit einigen Umwegen). Unser Hotel, das "Cullaig Guesthouse", fanden wir merkwürdigerweise ziemlich schnell, sodass wir schon gegen 19:00 Uhr eincheckten. Und auch an Scott's Dreimaster sind wir schon kurz vorbeigefahren, den wir morgen früh aber noch ausführlich begutachten wollen. Den Abend haben wir ruhig ausklingen lassen. Unsere beiden Zimmer ganz oben unterm Dach sind eigentlich sehr gemütlich, wobei Jana und ich echt das Schrottzimmer abgefasst haben: Heizung funktioniert nicht, eine einzige Steckdose hinterm Schrank und das Schlimmste...die Tür geht nicht zu schließen. Wäre nicht weiter wild gewesen, wenn wir nicht noch ein drittes Zimmer zwischen uns gehabt hätten, das wohl auch bewohnt war (man sah beim reinluken schwarze Socken über der Heizung). Wie man sowas vermieten kann, ist mir schleierhaft. Aber egal, uns klaut sicher niemand. Das Bad war auf dem Gang...klein aber fein. Vorhin haben wir noch drei Runden gekniffelt, aber gegen die Österreicher macht das keinen Spaß...wir haben ständig verloren. :( So, da Jana gerade den Fernseher und das Licht ausgemacht hat, war das wohl das Zeichen, nun schlafen zu gehen. *lol* Es ist jetzt 22:40 Uhr und morgen um 08:00 Uhr müssen wir beim Frühstück sein. ;) Mal sehen, was der morgige Tag so bringt. Bisher war es einfach eine tolle Reise (natürlich erst ab dem Zeitpunkt der Mietwagenübergabe...vorher ist echt gestrichen!!!).

Tag 2: Glasgow - Edinburgh

7:45 Uhr bin ich dann aus lauter Verzweiflung nochmal vom Ankunftterminal durch den ganzen Flughafen bis zum Abflugterminal und habe ein anderes Telefon gesucht und siehe da...es gab tatsächlich in einer Ecke ein kleines weißes Telefon, über dem in kleinen Buchstaben Sixt stand. Natürlich nicht offensichtlich, denn dann wäre es ja leicht zu finden gewesen. Mit einer Kurzwahlnummer erreichte ich das Sixt-Büro und hatte wieder nur die Bandansage dran. Ich habe dann dort bis um acht gewartet und habe dann sofort "Will" (oder so ähnlich) erreicht, der dann meinte "Ach Frau Büttner, dachte schon sie melden sich nicht mehr!" Blöder Scherzkeks. Der wäre doch eh nicht ans Telefon gegangen, selbst wenn wir pünktlich gewesen wären. Jedenfalls holte man uns dann ein paar Minuten später ab und wir bekamen endlich unser Auto: einen riesigen Toyota Avensis in silber. Boah, der ist fast so lang wie ein Bus. Nach einer umfangreichen Einweisung von Will's nettem Kumpel, ging es dann gegen kurz vor neun endlich los nach Glasgow. Die Sonne schien, es war strahlend blauer Himmel und angenehme 16 Grad ohne Wind. Unsere Pechsträhne schien endlich ein Ende zu nehmen. Circa eine Stunde später fuhren wir nach Edinburgh rein und versuchten ohne Stadtplan, aber mit einer Michelin-Wegbeschreibung die richtige Straße zu finden. Circa 45 Minuten und zahllose Wendemanöver später fanden wir durch Zufall, aber wirklich durch Zufall, die Dalry Gait und fuhren auf den Parkplatz von unserem Apartment. Eve und Gabi kamen heraus und wir begrüßten uns erstmal erleichtert. Es gab noch ein Problem mit dem Reifen. Die Felge sah merkwürdig verformt aus und aus Angst vor einem Platten rief ich erstmal Tobi an. Großer Fehler, er schiss mich erstmal zusammen. Blödmann! Möchte den mal im Linksverkehr sehen, da kann am Anfang eine Berührung mit der Bordsteinkante schon mal vorkommen (Nachtrag: es stellte sich heraus, dass es schon rostete und somit nicht von mir gewesen sein konnte). Unsere Bleibe war sehr schön eingerichtet, großzügig geschnitten (3 Schlafzimmer, 2 Bäder, großes Wohnzimmer und Küche) und vor allem auch sehr sauber. Nach etwas frisch machen und ein bisschen Quatschen mit Eve und Gabi entschlossen wir uns dazu, uns nicht hinzulegen, sondern den Tag irgendwie durchzustehen und dafür früh ins Bett zu gehen. Also brachen wir gegen 12 Uhr auf in Richtung Süden. Als erstes fuhren wir zur Roslin Chapel, die wir nach kurzer Zeit schon erreichten. Eine wunderschöne kleine Kirche, nur leider doch irgendwie anders als im Film "The Da Vinci Code". Wir hatten so tolles Wetter, dass der Besuch ein echter Genuss war. Nur das Sanierungsgerüst trübte das Bild etwas. Danach ging es weiter zur Dryburgh Abbey. Eigentlich sollte es zur Melrose und zur Jedburgh Abbey gehen, aber Leute...die Schotten müssen echt mal lernen, ihre Straßen ordentlich auszuschildern. Man muss ja ständig alles erraten. Ihr müsst euch vorstellen...da kommt an der Autobahnabfahrt ein Schild mit der Meilenangabe und wenn du abfährst kommt ein Roundabout (Kreisverkehr) ohne jegliche Beschilderung. Suchst du dir eine Richtung aus, fährst du ewig in die falsche Richtung (wieder über mehrere unbeschilderte Roundabouts) bis du letztendlich merkst, dass du falsch bist, weil dann mal ein Ort kommt, den du auf der Karte wiedererkennst. Echt grausam. Wir mussten unsere Route auch schon etwas umstellen, da es in den Highland sicher noch schlimmer wird, was zu finden, und wir haben dort echt viel auf dem täglichen Programm. Aber zurück zur Dryburgh Abbey. Die war wieder echt der Hammer. Was für gigantische Bauwerke das gewesen sein müssen. Wahnsinn! Natürlich ist nicht mehr allzu viel davon da (Jedburgh wäre besser erhalten gewesen, aber wie unsere Österreicher sagen würden: "Das ging sich zeitlich nicht aus."), aber man kann die riesigen Ausmaße erahnen. Nach Dryburgh fuhren wir noch zur Melrose Abbey...wunderschön!!! Dort verbrachten wir auch eine Menge Zeit, bis wir schließlich 17:40 Uhr rausgeschmissen wurden, weil sie 17:30 Uhr geschlossen haben. Wir haben dann noch im "Fish Inn", einem urigen kleinen Pub in Melrose, zu Abend gegessen. Dass man in einem Pub nur am Tresen bestellen und bezahlen kann, war mir neu, aber die anderen meinten, das sei eigentlich normal...wieder was gelernt. ;) Melrose war übrigens ein supersüßes kleines Städtchen, das sehr auf sein Äußeres bedacht ist. Sie haben auch einen Beautiful Award gewonnen, oder wie das Ding hieß. Mit Recht, es war wirklich wunderschön. Als letztes stand Sonnenuntergang auf dem Carlton Hill in Edinburgh auf dem Tagesprogramm, der in etwa um 19:45 Uhr sein sollte. Wir kamen auch relativ pünktlich dort an, aber leider waren dann Wolken aufgezogen und wir haben die Straße (wenn es überhaupt eine gibt), die zum Berg raufführt, nicht gefunden. Ich war dann auch dermaßen fertig mit der Welt, dass ich einfach nur noch ins Bett wollte. Der fehlende Schlaf und die enorme Konzentration beim Fahren wegen des Linksverkehrs und dann noch abends in dieser verkehrstechnisch grauenhaften Stadt...ich war am Ende. ;) Aber nichtsdestotrotz war es ein wunderschöner Tag gewesen (wenn man den Beginn ausblendet). Die Abbeys und auch die Landschaft südlich von Edinburgh sind absolut sehenswert. Ich glaube gegen halb zehn bin ich schlafen gegangen und war auch sofort weg. ;)

Donnerstag, 9. September 2010

Tag 1: Berlin - Glasgow

Es lief mal wieder alles schief, was schief gehen kann. Jana und ich waren pünktlich um 16:00 Uhr am Flughafen in Schönefeld und unser Flieger sollte 17:25 Uhr starten. Wir gingen zum Koffer-Check-In und standen dort eine geschlagene Stunde an. Als wir endlich dran waren, sagte uns die "nette freundliche" Dame vom Schalter, dass unser Flug erst 20:10 starten würde. Auf die Frage warum, bekam ich nur eine schnippische Antwort. Und zu Jana meinte sie noch, dass es evtl. auch noch später werden kann. Super! Mal wieder ein klasse Anfang eines Urlaubs. Die Erinnerung an die 4 Std. in Frankfurt im März waren plötzlich in meinem Kopf. Na gut, etwas säuerlich nahmen wir unseren "Entschädigungscoupon" von Easyjet für Cindy's Diner i.H.v. 4,-€ und bestellten uns was zu essen. Gegen 17:30 Uhr stand auf der Anzeigetafel plötzlich 20:45 Uhr! Nach Tobi's Recherche im Internet erfuhren wir, dass an diesem Tag bereits mehrere Flüge (Paris, Nizza, London) gänzlich gestrichen wurden. Die Erinnerung an die 11 Std. im Flughafen von Dubai wurden wach. Nun ja, schließlich startete unser Flieger 21:45 Uhr Richtung Glasgow. Nach mehrmaligen Telefonaten mit dem Handy (ich freue mich auf die Rechnung) mit Sixt, wollte der Herr gegen eine Gebühr von 25,- GBP bis 22:00 Uhr auf uns warten. Allerdings konnten wir ihn schon seit 19:54 Uhr nicht mehr erreichen, da dann bereits die Mailbox ranging. In Glasgow angekommen standen wir nach einer Weile allein am Flughafen...kein Sixt-Mensch weit und breit. Telefonisch war er nicht erreichbar. Es war mittlerweile 23:00 Uhr. Glücklicherweise war direkt gegenüber des Ankunftsterminals ein Holiday Inn. Wir dachten "yeah, unsere Rettung". Schnell liefen wir hinüber, um dann direkt zusammenzubrechen. Kein einziges Zimmer war mehr frei und laut Rezeptionistin auch keins in den Hotels der näheren Umgebung. Sie könne sich das auch nicht erklären. Schreck, lass nach!!! Wir hätten brechen können und waren den Tränen nahe. Na gut, wir suchten uns dann ein lauschiges Plätzchen im Terminal und frusteten erstmal eine ganze Weile vor uns hin. Später zogen wir dann in die erste Etage des Terminals um, da es uns dort "gemütlicher" erschien. Wir legten uns längelang auf die Sitze und waren nach kurzer Zeit in Gesellschaft von mind. 12 weiteren Gästen, die wohl auch gestrandet waren. Die waren sicher auch im Glasgow-Flug aus Schönefeld. Wir lagen in einer ziemlich leeren Halle und direkt gegenüber waren diese Absperrbänder aufgestellt. Ich sagte noch zu Jana "Nicht dass, wenn ich aufwache, dort alles voller Leute ist, die mich anstarren". Ich schlief dann auch irgendwann ein und nach ca. 2 Std. fühlte ich mich plötzlich irgendwie unwohl. Ich machte die Augen auf und der Bereich gegenüber war voller Leute, die mit dem ersten Flieger nach Ibiza wollten. Echt toll!!! Das Büro von Sixt sollte laut unserem Plan 07:00 Uhr aufmachen, also liefen wir eine halbe Stunde vorher los und fragten eine Busfahrerin nach dem Weg und sie schickte uns in die falsche Richtung. Nach einer riesigen Runde um das Flughafen Gelände (mit Trolleys!) kamen wir wieder vorne an, erfolglos. War die etwa besoffen? Ich fragte bei Avis nach, der uns wieder auf ein Telefon im Airport hinwies, also liefen wir zurück und riefen wieder bei Sixt an...Mailbox.

...Fortsetzung folgt.

Montag, 6. September 2010

Juhu...nur noch ein paar Stunden!!!

Und dann geht's auf nach Good Old Scotland. ;)
Morgen nochmal kurz auf Arbeit und um 17:25 Uhr startet der Easyjet-Flieger von Berlin-Schönefeld nach Glasgow und von dort geht's dann direkt mit dem Auto weiter bis nach Edinburgh, wo wir schätzungsweise(?) gegen 22:00 Uhr ankommen...falls ich mich schnell an den Linksverkehr gewöhne. *g* Eve und Gabi werden erst gegen Mitternacht eintrudeln. Ich hoffe nur, dass man uns auch ins Apartment lässt...so spät. Die Antwort der Besitzerin war "no problem", was auch immer das bedeuten mag. :/ Übernachten werden wir im Dalry Gait Appartment mitten in der City (44,50€ p.P. für 2 Nächte). Hoffen wir mal, dass wir ab Mittwoch Glück mit dem Wetter haben. Aktuell sind die Aussichten nicht besonders rosig...bis Samstag ist Regen vorausgesagt. :(

Sonntag, 1. August 2010

Mietwagen ist gebucht....Hotels bzw. B&B's auch. ;)

In der letzten Woche haben wir nun alle Unterkünfte und auch das Auto gebucht. Dieses Mal ist es etwas größer, müssen ja auch vier Leute inkl. Gepäck reinpassen. ;)

Die Wagengröße ist ca. die eines VW Jetta Kombi. Für 10 Tage belaufen sich die Kosten inkl. unbegrenzte Meilen, Vollkasko mit verringerter SB, Diebstahl- und Haftpflichtversicherung sowie Straßenbenutzungsgebühr auf insgesamt 455,31 GBP, das sind umgerechnet ca. 545 Euro. Durch 4 Personen geteilt ist das ein echtes Schnäppchen. Gefunden auf www.sixt.de.

Falls jemand an den Preisen für Unterkünfte interessiert ist (Preise sind immer p.P., inkl. Frühstück und in Pfund):
In Edinburgh übernachten wir zwei Nächte in einem (hoffentlich) superschönen City-Apartment mit drei Schlafzimmern (44,50). In Dundee haben wir ein Guesthouse für 22,- und in Aberdeen wieder ein Apartment für 19,63...direkt am Hafen. Das Guesthouse in Carrbridge ist mit 29,- schon wieder etwas teurer, genauso wie die B&B's in Inverness und Dornie mit je 30,-. In Fort William haben wir ein günstiges B&B für 25,- und in Oban dann unser "luxuriösestes" Guesthouse mit 39,50. Dafür sind hier die Zimmer wahnsinnig süß und individuell (nach Themen) eingerichtet...fast schon kitschig, aber zuckersüß. ;) In Stirling verbringen wir dann für 30,- unsere letzte Nacht in Schottland. Alles in allem kosten uns die Unterkünfte ca. 270,- GBP und das finde ich für 10 Tage schon recht annehmbar.

Tja, der Mietwagen ist abgebucht, die Anzahlungen geleistet...eigentlich kann es jetzt endlich mal losgehen. Ich bin sowas von urlaubsreif. :(

Freitag, 23. Juli 2010

Noch 45 Tage und alles ist anders! ;)

Es hat sich einiges getan und wir wissen nicht mehr, wo uns der Kopf steht. ;) Statt 7 Tage, fliegen wir nun doch 10 Tage, also vom 07.09.10 bis 17.09.10. Unsere Wunsch-Route hätte sonst einfach nicht funktioniert und streichen wollten wir nichts.
Wir haben auch nahezu fast alle Bed & Breakfasts bzw. Hotels, Hostels oder Guest Houses reserviert. Na das ist vielleicht ein Akt. Bei jedem muss man erstmal eine Anfrage starten, dann auf die Antwort warten - Preise vergleichen - Bewertungen auf Tripadvisor lesen - neues B&B suchen - wieder anfragen - wieder warten - Anzahlung leisten (und das ist auch nicht immer einfach, die einen wollten sogar nur Scheck!). Also manchmal ist es ein Krampf, aber Spaß macht's auch irgendwie. Glücklicherweise hat das meiste Eve übernommen. Sie ist sozusagen unsere Reiseleiterin. Ich bin hauptsächlich Fahrerin und Jana meine Co-Pilotin, die die Karte lesen muss. Für Gabi finden wir auch noch was...muss schließlich jeder eine Aufgabe haben. ;)
Unsere Route hat sich dementsprechend auch wieder etwas geändert (findet ihr rechts). Wir haben jetzt bedeutend mehr Zeit für die einzelnen Sehenswürdigkeiten und darüber bin ich echt froh. Es soll diesmal ja auch ein bisschen Erholung dabei sein.

Auf was ich mich ganz besonders freue:
Edinburgh City, Rosslyn Chapel und Melrose Abbey, The Cairngorms, Inverness, Dunrobin Castle, Eilean Donan Castle, The Silver Sands of Morar, The Road to the Isles, Glenfinnan Viaduct, Oban, Loch Katrine (Grab von Rob Roy) und das William Wallace Monument in Stirling.

Freitag, 2. Juli 2010

Auf nach Schottland!!!

So, bald geht es wieder los...nur noch 2 Monate und 5 Tage und dann geht es mit Jana, Eve und ihrer Schwester Gabi nach Schottland. Wir werden vom 07.-14.09.10 Edinburgh erkunden und mit einem Mietwagen die Highlands unsicher machen. Ich muss gestehen, dass mir schon mulmig ist, wenn ich an den Linksverkehr denke. Ich bin mal einen Tag auf Malta links gefahren und das war echt irre. Geschaltet hatte Tobi, da ich stets die Tür aufmachen wollte, wenn ich schalten musste, und beim Blinken habe ich die Scheibenwischer bedient. *rofl* Total verkehrte Welt. Na jedenfalls werden die Mädels was zu lachen haben...und da ich die Einzige bin, die fährt, habe ich das Gelächter sozusagen für mich ganz allein gepachtet. ;)
Bilder wird es auch wieder geben, aber wahrscheinlich ein "bisschen" weniger als von der USA, haha. Ob ich zum Berichte schreiben komme, weiß ich allerdings noch nicht, da ich mein Netbook für die kurze Zeit wohl nicht mitschleppen werde. Der Platz im Auto ist bei 4 Personen sowieso schon sehr begrenzt. ;) Aber nachlesen könnt ihr unsere Erlebnisse dann auf jeden Fall. Es kann ja eigentlich nur Blödsinn dabei herauskommen. Wenn ich da so an die vergangenen London-Trips denke, speziell die Nacht im Backpacker Hostel. *lol* Lassen wir uns überraschen!

Hier unsere Route:

07.09.10: Glasgow - Edinburgh
08.09.10:
Edinburgh - Rosslyn Chapel - Melrose Abbey - Dryburgh Abbey - Jedburgh Abbey - Edinburgh (Sunset Carlton Hill)
09.09.10: Edinburgh (City Centre) - St. Andrews - Dundee
10.09.10: Dundee (RSS Discovery) - Arbroath Abbey - Dunnotar Castle - Aberdeen
11.09.10: Aberdeen - Balmoral Castle - Braemar - Crathie Church - Ballater - Carrbridge
12.09.10: Carrbridge - Cawdor Castle - Fort George - Inverness
13.09.10: Inverness - Dunrobin Castle - Dornoch Beach - Urquhart Castle - Loch Ness - Five Sisters - Eilean Donan (Dornie)
14.09.10: Eilean Donan - Skye - Mallaig - Morar - Glenfinnan - Fort William
15.09.10: Fort William - Inverlochy Castle - evtl. Mull - Oban
16.09.10: Oban - Lochawe - Kilchurn Castle - Loch Lomond - The Trossachs (Loch Katrine) - Stirling
17.09.10: Stirling – Glasgow

LG Rena

Samstag, 22. Mai 2010

Mittwoch, 28. April 2010

Tag 24/25 - Morro Bay - Santa Barbara - L.A. (Fazit)

Nach unserem "tollen" Aufenthalt im Holland Inn & Suites in der Morro Bay fuhren wir gleich nach dem Aufstehen weiter nach Santa Barbara. Die Nacht war nicht so schlimm wie erwartet, aber ich hatte neben der Gasheizung geschlafen (man hörte jedes Mal die unheimliche Flamme, wenn die Heizung ansprang) und in der Nacht einige Probleme mit der Hitze/Kälte. ;) Man konnte irgendwie nicht die richtige Temperatur finden. Und Andrea hörte immer komische Knabbergeräusche, über die wir mal besser nicht genauer nachdenken wollen.

Wir fuhren durch bis Santa Barbara und erst dort am Strand brach die fiese dunkle Wolkendecke auf und ein bisschen Sonne schien hindurch. Der Pacific Coast Highway ist eine echte Traumstrecke (vor allem für Motorradfahrer), aber hin und wieder erschien sie am Vortag auch ein wenig unzuverlässig, was die Festigkeit der Straße betraf. Mmmh, na gut. Zurück zu Santa Barbara...ein sehr niedlicher und hübscher Ort. Da wir noch ein Motel in L.A. suchen mussten und auch in Malibu noch einen Stop machen wollten, haben wir lediglich bei einem Italiener zu Mittag gegessen und eine Rundfahrt an der Strandpromenade gemacht. Danach ging es gleich weiter bis Malibu, wo wir öfter mal ausstiegen, um die Promivillen am Strand zu fotografieren. Wir fuhren auch mal eine kleinere Straße rein und fuhren so an riesigen pompösen Palästen vorbei, von denen man meistens natürlich nichts weiter sah außer einer riesigen Mauer, haha. Viele der Hausangestellten waren zu sehen und ein mysteriöser Jogger, der sich allerdings als unbekannter alter Mann entpuppte. Müllabfuhrtag war scheinbar auch, denn in ganz L.A. standen die Mülltonnen am Straßenrand. ;) Leider blieb es dabei, dass wir keinen einzigen Promi zu Gesicht bekommen haben...außer Robert Englund ("Nightmare on Elmstreet") gleich am ersten Tag in L.A. am Flughafen. Aber hey, den hab ich auch schon öfter auf Con's in England gesehen, war also nicht wirklich der Riesenkracher. Die Villen bzw. Paläste in Malibu waren aber schon extrem beeindruckend. Wie gerne würde man in so einem Schlößchen wohnen, hach. *träum*

Wir fuhren dann zu einem Super 8 Motel in der Nähe vom LAX (Flughafen), da wir dachten, es wäre günstiger. Nachdem es sich jedoch als ungemütliche Absteige entpuppte, suchten wir unser altes Super 8 in Culver City wieder auf, wo wir das allerletzte Zimmer (eine Suite) zu einem Wucherpreis abgestaubt haben. Da wir wieder einen ewig langen Flug vor uns hatten, haben wir einfach in den sauren Apfel gebissen und den horrenden Preis gezahlt. Das Zimmer war es auch wirklich wert...echt tolle Betten. ;)

Am nächsten Tag (unser letzter) mussten wir das Auto spätestens 16 Uhr abgeben, also checkten wir 11 Uhr aus und fuhren nochmal zum Hollywood Boulevard, um uns die restlichen Hand- und Fußabdrücke vorm Grauman's Chinese Theatre anzusehen, die uns beim ersten L.A.-Besuch verwehrt blieben. Da L.A. einfach rieeesig ist, fuhren wir früh genug wieder los in Richtung Flughafen. Unterwegs gab es noch einen kleinen Happen bei Pizza Hut...in Inglewood. Keine sehr zu empfehlende Gegend. Der Pizza Hut hatte eine verglaste Theke und das Essen bekam man durch eine Schleuse gereicht...war schon irgendwie merkwürdig. Auch hat man sich als einziger Weißer doch etwas komisch gefühlt. Gegen 15 Uhr waren wir bei Alamo und stellten das Auto ab. Der Schlüssel blieb stecken und wir gingen rein, um alles Weitere zu klären. Allerdings war nichts mehr zu klären und wir sind verblüfft wieder rausgegangen. Wir hatten etwas Bammel wegen dem Steinschlag, dem Riss im hinteren Reifen und dem abgeplatzten Lack am Kofferraum. ;) Das schien die aber alles gar nicht zu interessieren. Plötzlich fiel uns der Ölwechsel ein und wir bekamen diesen nach kurzer Diskussion auf die Kreditkarte erstattet. Dann ab in den Shuttlebus zum LAX. Und dann...ja dann...ging die Warterei los. Wir waren ca. 15:30 Uhr am Airport und 17:05 Uhr sollte der Check-In aufmachen. Wir bummelten etwas und schnürten unsere Rucksäcke abgabefertig zusammen. 16:30 Uhr dachten wir, wir probieren es mal, und wurden auch prompt von einem sehr netten Lufthansa-Mitarbeiter am Business-Class-Schalter eingecheckt (leider gab er uns dann doch keine Sitze in der Business Class). Und dann hieß es wieder warten. Unser Flug sollte erst 21:05 Uhr starten. Nach dem ersten Zolldurchgang sind wir schnell wieder raus, da es keinerlei bzw. kaum Geschäfte im zollfreien Bereich gab. Hallo? Einer der größten Flughäfen der Welt und dann kaum Geschäfte? Das war eine ziemliche Enttäuschung. Also wieder raus und immer abwechselnd geraucht, gebummelt und was gegessen. Die Zeit verging dann doch schneller als gedacht und das Flugzeug ging überpünktlich in die Luft.

Dieses Mal hatten wir auch eine neuere Maschine mit einem super Entertainmentprogramm an Bord. Im Laufe des Flugs habe ich "Everybody's Fine" (mit Robert De Niro, Kate Beckinsale, Drew Barrymore), "Did you hear about the Morgans" (mit Hugh Grant, Sarah Jessica Parker), "Zweiohrküken" und ein Stückchen "Sherlock Holmes" sowie ein Stückchen "New Moon" geschaut. Das war ganz witzig, weil ich beim ersten Film fast nur geheult habe und Andrea, die mit Zweiohrküken begonnen hatte, immer lachen musste. ;) Also ich kann alle Filme durch die Bank weg empfehlen. Beim ersten kann man wunderbar mitfühlen und weinen, beim zweiten und dritten habe ich herzhaft gelacht. Der Flug verging für mich daher rasend schnell und schwupps waren wir in München. Dieser Zwischenstopp war jedoch extrem nervig, denn sobald wir aus dem Flugzeug kamen, holte uns die Erschöpfung ein. Wir schlurften rum wie Geister und warteten auf den Anschlussflug. 19:35 Uhr Ortszeit ging es dann weiter und Punkt 20:30 Uhr landeten wir sanft in Berlin.

Tja, das war es dann wohl für's erste. Trotz des doofen Anreisetages und des abgeschleppten Mietwagens (habe ich eigentlich schon die Strafe i.H.v. 150,- USD erwähnt, die wahrscheinlich noch auf uns zukommt?) war es einer der tollsten Urlaube, die wir je hatten. Unglaublich viele tolle Eindrücke, stets angenehme und hilfsbereite Mitmenschen sowie traumhafte Landschaften haben uns vier Wochen lang begleitet. Es war oft anstrengend, aber wir haben nichts bereut und alles hat sich gelohnt. Sollte mir noch was einfallen...steht's irgendwann hier drin. ;)

Dienstag, 27. April 2010

Und wieder "ein paar" neue Fotos! ;)

Album 3 ist nun vollständig. Album 4 besteht dann gänzlich aus Las Vegas.
Yosemite und San Francisco folgen schnellstmöglich. ;) Viel Spaß beim anschauen.

Die Links:
Album 1
Album 2
Album 3
Album 4
Album 5
Album 6

PS: Und natürlich folgt noch der Bericht der letzten beiden Tage. ;)

Freitag, 23. April 2010

Tag 23 - San Francisco - Morro Bay (unvergesslich!!!)

Folgender FATALER Tagesablauf:

1. Zu lange gepennt und kein Frühstück gehabt! Es regnet!!!

2. Nochmal durch Downtown bis zum Chinatown Gate gefahren, da wir beide unbedingt noch eine Golden Gate Bridge zum Hinstellen kaufen wollten.

3. Auto geparkt, Münzen für 20 Min. in die Parkuhr gehauen und Gelbe Bordsteinkante übersehen!

4. Im Chinaladen beim Briefmarkenkauf abzocken lassen!

5. Olle doofe Brücken gekauft, weil wir den richtigen Laden nicht mehr wiedergefunden haben!

6. Chinatown Gate verlassen und Auto war wech!!! Es regnet in Strömen! Gestohlen???

7. Verena und Andrea standen fassungslos am Straßenrand und blickten auf die leere Parklücke! Beide dem Heulen nahe, da alles im Auto war (samt Pass von Rena). Erste Tränen wurden unterdrückt!

8. Andrea läuft die Seitenstraße ab und sucht verzweifelt nach dem Auto.

9. Verena fragt im Cafe, ob jemand was gesehen hat -> Kellner sagt: "wurde abgeschleppt"!

10. Zwei rauchten vor der leeren Lücke eine Verzweiflungszigarette!!! Weitere Tränen wurden unterdrückt!

11. Kellnerin aus dem netten Cafe an der Ecke half beim Anrufen bei der Abschleppstelle (Hotline) und gab uns die Daten durch, wo das Auto steht. Danke liebe Kellnerin!

12. Es folgten mehrere erfolglose Versuche ein Taxi zu erhaschen, was laut Kellnerin seeeehr easy sein sollte.

13. Taxi (11 Dollar) brachte uns zur 7. Straße in Downtown, der Fahrer wußte sofort bescheid. *rolleyes*

14. Nummer gezogen und gewartet!

15. 330 Dollar gelöhnt und Auto bekommen!!!

16. Stinksauer aus San Francisco rausgefahren!

17. Highway Number One - Traumstraße Nr. 1 Amerikas - bei dichter Wolkendecke und Regen, Regen, Regen!!!

18. Motel "Holland Inn & Suites" in der Morro Bay aufgesucht...außen total schnuckelig, innen oll und veranzt.

19. Mikrowellenfutter (erste Nahrung an diesem Tag) war ungenießbar!

20. Nummernschloss von Rena's Koffer ging nicht mehr auf - Rena war den Tränen nah!

21. Nach endlosen zwei Minuten und unermüdlichen Probieren von Kombinationen, bekam Andrea das Schlösschen auf.

22. Frustriert und magenknurrend ins Bett und eine unruhige Nacht verbracht!!!

- Ende -

Tag 22 - San Francisco

Für heute stand eigentlich Alcatraz auf dem Plan, doch mich hatte es gleich am Morgen endgültig aus den Latschen gehauen. Ich konnte wegen Rückenschmerzen leider keine 5 Meter geradeaus gehen und so machte sich Andrea gegen Mittag letztendlich allein auf zur Insel. Ich habe sie wenigstens noch mit dem Auto zum Pier 33 gebracht, da meine Tabletten bis dahin anfingen zu wirken und wir so wenigstens das Geld für das Parken (15 Dollar) sparen konnten. Danach fuhr ich ins Motel zurück und skypte ein bis zwei Stunden mit Tobias und wartete auf die sms von Andrea zum abholen vom Pier. Gott, war das vielleicht doof...strahlend blauer Himmel und ich konnte nicht mit nach Alcatraz! Wann hat man denn schon die Gelegenheit, dorthin zu kommen. Verdammt! Und das, wo ich doch so ein großer Fan von dem Film "The Rock" bin. ;( Naja, es war einfach nix zu machen, ich hätte die Rundgänge (es geht dort doch ziemlich steil bergauf) leider nicht geschafft. Gegen 16 Uhr holte ich Andrea wieder ab und wir tourten noch etwas im Auto durch die Stadt. Wir versuchten, dem 49 Mile Scenic Drive zu folgen, der quer durch die Stadt durch die schönsten Gegenden führt. Leider funktionierte das nur in eine Richtung, was wir erst später mitbekamen. ;) Unter anderem kamen wir so auch wieder durch den Presidio Park und zurück zum Motel, wo es dann wieder Pizza gab. Die war aber auch echt lecker. ;) Andrea erzählte mir dann noch viel von Alcatraz und ich sah mir ihre Fotos an...natürlich mit viel Wehmut im Herzen.

Tag 21 - San Francisco

Nach endlich mal langem Ausschlafen ging es gegen Mittag zum Fisherman's Wharf. Wir aßen eine vom Reiseführer empfohlene sehr leckere Clam Chowder (Muschelsuppe) und sahen dem bunten Treiben zu. Dabei wurden wir von zig gierigen Tauben- und Möwenaugen beobachtet, die auf unser Brot scharf waren (die Suppe wurde in einem Riesenbrötchen serviert). Man fühlte sich in den Film "Nemo" versetzt, ao ala "Meins! Meins! Meins!". ;) Dann ging es seeehr langsam (wegen Rücken-Aua) zum Pier 39 mit den Hunderten von Seelöwen...war das vielleicht ein Tumult. Ständig haben sich welche um die Plätze gezankt. Wir schauten eine ganze Weile zu und bummelten dann den mit zig Geschäften und sehr gemütlich gestalteten Pier entlang. Auch das auf dem Santa Monica Pier in LA vermisste alte Karussel war hier zu finden. ;) Wieder vorne beim Fisherman's Wharf sind wir noch in das dortige Rain Forest Cafe eingekehrt, da uns das in Las Vegas schon faszinierte. Nach 3-4 Stunden sind wir wieder in Richtung Motel und haben nach kurzer Medikamentenversorgung bei Walgreens den Abend mit Pizza im NY Style von nebenan ausklingen lassen. Zwischendurch besuchte ich dann noch einen Waschsalon ein paar Straßen weiter...ja auch ich musste mal Dreckwäsche los werden. ;))

Tag 20 - Stockton - San Francisco

Als wir um die Ecke vom Americas Best Value Inn an der Tankstelle (Food-Mart) gefrühstückt hatten, sind wir auf direktem Weg von Stockton nach San Francisco aufgebrochen. Wir fuhren so, dass wir von Norden über Richmond und Berkeley in die Bay kamen, da wir über die Golden Gate Bridge hereinfahren wollten. Unterwegs hielten wir nochmal bei Starbucks und genehmigten uns jeder einen Chai Latte. ;) Kurz vorher (oder danach?) überquerten wir die San Rafael Bridge in Richmond, die viel länger als die Golden Gate und auch ziemlich beeindruckend ist (Mautgebühr: 4 Dollar). Die Beschilderungen sind hier in den USA nicht immer die besten und so dauerte es ein wenig, bis wir Sausalito (das andere Ende der Golden Gate Bridge) erreichten, wo unzählige Hausboote vor Anker liegen...ein irrer Anblick. Und da war sie dann plötzlich hinter einer Kurve...die allseits bekannte in "international orange" schimmernde Golden Gate Bridge. Nach der Überquerung, die unglaublich beeindruckend war, mussten wir auch hier eine Maut (6 Dollar) entrichten und parkten gleich am Ende für 5 Dollar, um zur Brücke zu spazieren. Wir liefen ca. bis zum ersten Pfeiler und dann machte mein Rücken schlapp. ;) Aber der Anblick in die Bucht und auf San Francisco inklusive Alcatraz haben die Strapazen gelohnt. Wir hatten auch total viel Glück mit dem Wetter. Und nebenbei gesagt haben wir die Brücke nicht ein einziges Mal im Neben gesehen, so wie es uns von vielen Seiten prophezeit wurde. Nach unzähligen Fotos und ein paar Genussmomenten sind wir wieder zum Auto. Es war bereits später Nachmittag und so wollten wir uns erstmal ein Motel suchen. Gleich hinter der Brücke beim Presidio Park bogen wir rechts ab in die Lombard Street und sahen sofort eine Travellodge (direkt am Lombard Gate). Wir fackelten n icht lange und sahen uns dort ein Zimmer an. Es war zwar überteuert, aber durch die perfekte Lage, wegen dem schönen Zimmer und die fehlende Lust nach etwas anderem zu suchen, buchten wir das Zimmer für drei Nächte. Der Portier ließ ja sogar mit sich verhandeln und kam uns schon mit 20 Dollar Nachlass entgegen. Das Motel war sehr liebevoll gestaltet und lohnte die Mehrausgabe in jedem Fall. Außerdem hatte er sogar noch unsere schweren Koffer in die 1. Etage geschleppt, wofür wir äußerst dankbar waren. ;) Nach dem Einchecken fuhren wir gleich nochmal los, weil es am nächsten Tag Regen geben sollte (was natürlich nicht der Fall war!). Wir fuhren die Lombard Street bis zur berühmten Zickzackstraße geradeaus und bogen dann rechts ab in Richtung Alamo Square zu den "Painted Ladies". Wir spazierten eine Weile durch den belebten Park und genossen den Blick auf Downtown. Anschließend fuhren wir nach Chinatown. In San Francisco ist fast jede Straße ein "One Way" und so dauerte es auch hier einige Zeit, bis wir das China Town Gate gefunden haben. Wir parkten ziemlich genau davor, da sonntags keine Parkuhren-Pflicht war, und flanierten ein wenig durch Chinatown mit seinen Tempeln und unzähligen Kitschgeschäften. ;) Wir kamen an einem Sushi-Restaurant vorbei, wo auf dem Tresen ein kleiner Wasserlauf war und die Schalen auf kleinen Holzbötchen vorbeigeschippert kamen. Wir fackelten nicht lang und aßen zum ersten Mal in den USA Sushi (u.a. Möhren-Maki...hatte ich vorher noch nie gesehen und war auch eine sehr ungewöhnliche Geschmacksmischung). Andrea musste sparen, da ihr Kreditkartenlimit zu niedrig angesetzt war und sie kein Geld mehr aus den ATM's bekommen hatte *schock* und daher gab es nur die billigsten Tellerchen. ;) Glücklicherweise ließ sich das schnell mit der Bank klären. Wir hatten eine äußerst unfreundliche Chinesin und daher gabs auch kein Trinkgeld, so! Danach gings nochmal zur Golden Gate Bridge. Es war bereits dunkel und so wurden noch schnell ein paar Nachtaufnahmen geknipst. Die Rückfahrt zum Motel führte uns dann noch durch den sehr schönen Presidio Park, der selbst bei Nacht toll aussieht. So beendeten wir mit vielen Eindrücken unseren ersten Tag in San Francisco.

...to be continued!

Montag, 19. April 2010

Neue Fotos!!!

Hi Leute, die hochgeladenen Fotos sind jetzt fast auf dem aktuellen Stand. Es fehlt nur noch Las Vegas und das versuche ich morgen zu machen. ;))

Hier nochmal die Links:
Album 1
Album 2
Album 3

Liebe Grüße aus San Francisco!

Sonntag, 18. April 2010

Video - Bellagio Fountain Las Vegas

Tag 15-19 - Route 66 - Las Vegas - Yosemite

Heute (Samstag, den 17.04.10) sind wir endlich auf dem Weg zum Yosemithe NP. Wie ihr sicher erraten habt, hatten wir in Las Vegas zwar schnelles WiFi, aber weder die Lust noch die Zeit etwas in den Blog zu schreiben. Diese Stadt war eine echte Überraschung und so grandios, dass wir eine Nacht drangehangen haben. Wir waren also vom 13.-16.04.10 dort. Unser Hotel, das New York New York, war ein Traum. Wir hatten ein Zimmer im 32. Stock des "kleineren" braunen Wolkenkratzers links neben dem Chrysler Building. Wir hatten ein Eckzimmer, sodass wir einerseits zum Excalibur, Luxor und Mandalay Bay und andererseits zum MGM Grand und Tropicana schauen konnten. Außerdem konnten wir auf die Hälfte des gesamten Strips schauen...fast bis zum Paris Las Vegas. Ein traumhafter Ausblick. Das Zimmer war einfach nur Luxus (im Gegensatz zu unseren ganzen bisherigen Motels) und unser Fahrstuhl benötigte exakt 25 Sek. von 1 bis 32. ;) Uns viel der Abschied gestern extrem schwer und wir haben es keinesfalls bereut, das Death Valley und den Mt. Whitney (höchster Berg Kaliforniens) gestrichen zu haben. Kurzzeitig haben wir sogar überlegt, San Francisco zu streichen *lol*, keine Panik meine Lieben, dass war wirklich nur ein gaaanz kurzer Moment. Las Vegas ist einfach zu toll, da kommt man auf so blöde Ideen.

Ach halt, da fehlt ja ein Stück. Nach dem Grand Canyon haben wir ja in Flagstaff genau an der Route 66 im Travel Inn übernachtet, ein sehr nettes Motel. Am nächsten Morgen ging es nochmal auf eine kurze Stadtrundfahrt, da Flagstaff eigentlich richtig schön ist und ich musste für Tobi noch eine Dampflok fotografieren. ;) Danach ging es bis zur Interstate nochmal ein Stückchen auf der Route 66 entlang. Wir fuhren kurz darauf in Williams wieder ab um den 66-Loop zu fahren und ein Original 66-Diner aus den 50er Jahren aufzusuchen. Das "Twisters" mit einer originalen 50's Soda Fountain hat einen Schachbrett-Fußboden und noch unzählige Coca Cola Requisiten aus der Boom-Zeit der Route 66. Draußen vorm Café steht ein alter pinker Cadillac, sehr geil. Sie hatten scheinbar gerade erst aufgemacht, da wir ganz allein waren. So konnte man aber alles in Ruhe fotografieren und sein Käffchen trinken. ;) Anschließend waren wir noch in einem Route 66 Store und kauften dies und das... Also Williams kann ich nur jedem empfehlen, der die Route 66 entlang fährt. Das ist ein zuckersüßes Städtchen und versprüht noch einen Hauch von Flair aus den 50er Jahren.

Nach Williams sind wir durchgefahren bis zum Hoover Dam, der relativ unspektakulär wirkt, wenn man davor steht. Okay, wir konnten nicht auf die tiefe Seite sehen, da wir entweder umdrehen oder für 7 Dollar hätten parken müssen. Aber so vom obigen Parkplatz auf der Arizona Seite aus war er nicht so pompös, wie es im TV immer den Anschein hat. Und er war total von Touris überfüllt, sodass wir sofort weitergedüst sind. Die neue Brücke, von der allerdings noch ein Stückchen fehlt, sieht aber schon sehr superlativ aus. Sie soll mal den Verkehr des Hoover Dam's entlasten (lernt man, wenn man Discovery Channel schaut, gell Tobi?). ;) Gleich dahinter kam auch schon das Nevada-Schild und schon mussten wir wieder durch so eine Weigh Station, wo wir aber glücklicherweise durchgewunken wurden. Wat soll das? In der Nähe der mexikanischen Grenze habe ich das ja noch verstanden, aber von Arizona nach Nevada? Na egal, die Einfahrt nach Las Vegas war jedenfalls schon toll und auch ziemlich lang. Aus der Luft sah das gar nicht so groß aus (wir hatten LV aus dem Flugzeug schon deutlich sehen können).

Tja was soll ich zu Las Vegas schreiben, dass muss man irgendwie erlebt haben. Am ersten Abend (wir waren glaube so gegen 18 Uhr angekommen) erkundeten wir nur unser Hotel...das "kleine" New York halt. Totaaaaal knuffig und liebevoll gestaltet. Man fühlte sich teilweise echt nach Manhatten versetzt. Wir zockten etwas an der Slotmachine, gingen vorm Hotel über die Brooklyn Bridge und spazierten ein bisschen auf und ab. ;)

Am nächsten Tag sind wir mit dem Strip-Shuttle bis zum TI at the Mirage (Treasure Island) gefahren und haben es mal durchquert. Wir haben uns die Schiffe angeschaut, die abends bei der Showschlacht "Sirens of TI" die Hauptrolle spielen und sind dann rüber zum Mirage, wo abends zu jeder vollen Stunde ein Vulkan ausbricht. ;) Dort sind wir in den Secret Garden von Siegfried und Roy gegangen...15 Dollar Eintritt, die sich aber voll und ganz gelohnt haben.

...so, da wir gerade am Parkeingang vom Yosemite angekommen sind und ich aus dem Auto geschrieben habe, folgt der nächste Teil später...


Fortsetzung:
Mittlerweile ist es 20:40 Uhr und ich sitze im Motel "Americas Best Value Inn" in Stockton (fragt nicht, wie wir hierher gekommen sind *gg*). Andrea ist unten waschen gegangen. Yosemite war sehr beeindruckend, aber erstmal weiter zu Las Vegas.

Siegfried & Roy haben im Mirage ein Dolphin Habitat und ein Gehege mit weißen Tigern und Löwen (einen Black Panther und drei Leoparden gab es aber auch). Man kommt bis zu einen Meter an die Delphine heran, kann sie von unten und vom Rand der Becken aus beobachten. Wir hätten ihnen noch stundenlang beim Umhertollen zusehen können. Und es ist auch überhaupt kein Vergleich zu Sea World. Es war für jeden Platz und eigentlich auch überhaupt nicht voll oder so. Gleich neben einem der Becken, die übrigens unter Wasser sehr naturgetreu gestaltet wurden, war ein Cafè, wo man genüßlich sitzen und beobachten konnte. Irgendwann zog es uns dann allerdings doch zu den "weißen" Gesellen. Waren die vielleicht schön!!! Und die Gehege sind einfach nur super...mit Lagunen, Wasserfällen und Felshöhlen. Also dort haben es die Tiere auf jeden Fall viel besser als in so manchem Tierpark. Nach ca. 3 Stunden sind wir wieder herausgekommen und nochmal durch das Mirage zurück zum Boulevard. Das Mirage ist reinster Luxus und für Menschen wie mich leider nicht bezahlbar, sehr schade. Wir sind dann direkt gegenüber zum Venetian...ein herrliches, fast schon traumhaftes, Hotel im Stil von Venedig. Vom türkisfarbenen Canal Grande (mitten durch das Hotel) über die Seufzer- und Rialtobrücke bis hin zum Markusplatz ist alles da. Einfach nur wow! Da schließlich unsere Kamera-Akkus leer waren *lol*, mussten wir eine Zwangspause einlegen und zurück ins Hotel fahren. Die Ruhe tat uhns aber sehr gut...Las Vegas kann auch sehr anstrengend sein, vor allem für die Augen...und natürlich meinen kranken Rücken - es wird und wird einfach nicht besser. :(

Abends zogen wir dann los, um den Ausbruch des Vulkans zu sehen. Punkt 21 Uhr waren wir vorm Mirage und haben uns das Spektakel angeschaut...war schon toll. Wer hätte denn aber gedacht, dass fast zur gleichen Zeit wirklich einer in Island ausbricht? :(

Um 22 Uhr habern wir uns Sirens of TI vorm Treasure Island angesehen. Es waren zwar enorm viele Leute da und man hat kaum was gesehen, aber das, was man sehen konnte, war super. Story: ein Schiff voller Sirenen (ihr wisst schon...die, die Odysseus auch verzaubert hatten) lockt ein Piratenschiff in die Falle, entführt einen von ihnen und die anderen wollen ihn retten und verfallen selbst den Gesang der Sirenen. Das Piratenschiff geht vorm Hotel aufgrund des Kanonenhagels unter und das Ganze endet mit einem spektakulären Feuerwerk. So ganz jugendfrei ist das alles aber auch nicht...die Sirenen - oha! Und die Piraten - hohoho!

Danach gings vorbei am nachgestellten "Trevi-Brunnen" vorm Caesars Palace (unglaublich pompös!!!) bis zum Bellagio. Dort findet ja alle 15 min. die Fountain of Bellagio statt. Wer Ocean's 11 kennt, der weiß wovon ich rede. Spektakuläre Brunnenfontänen "tanzen" zur passenden Musik (ich lade euch gerade ein Video auf YouTube hoch). Einfach ohne Worte! Wir schauten uns die Darstellungen zwei bis drei mal an...es wiederholt sich scheinbar nie.

Achso...wir hatten bereits am Nachmittag um eine Nacht verlängert. ;)

Am nächsten Tag ging es dann also erstmal ins Luxor um die Ecke. Von außen eine stilvolle schwarze Pyramide mit einer riesigen Sphinx davor. Innen sehr nett (soll Ähnlichkeiten mit der Tempelanlage von Karnak haben), aber größtenteils enttäuschend. Fotos durfte man auch keine machen (das einzige Hotel, wo das nicht gewünscht wird!) und man wurde ständig von den Mitarbeitern belästigt, die einem irgendwelche Showtickets andrehen wollten. Wir frühstückten dort nur und machten uns wieder vom Acker. Wirt fuhren mit dem Shuttle bis zum Caesars Palace und machten dort einen ausgiebigen Rundgang...ein total genialer Hotelkomplex! Jaja, da lässt es sich schon mal ein bis zwei Wochen aushalten...diese Poolanlagen im römischen Stil mit Säulen, Himmelbetten, Lagunen...Wahnsinn.
Dann ging es ins Paris Las Vegas. Ohne Worte! Man spaziert durch die Gassen von Paris und direkt vorm Hotel steht der Eiffelturm (mit einem Fuß im Kasino) in halber Größe. Neben dem Hotel der Arc de Triomphe. Wir aßen dort Eis und tranken was und nach ca. einer Stunde gings weiter...mal wieder zum Bellagio gegenüber...selbst bei Tageslicht ist die Fontänenshow der Hammer. Danach gings erstmal wieder ins Hotel. Abends dann zunächst ins Tropicana (nicht so toll) und dann rüber ins MGM Grand zu den Löwen, die natürlich bereits 19 Uhr Feierabend gemacht hatten. :( Nach einem Streifzug durch das Rainforest Cafè fuhren wir dann wieder mal zum Bellagio...jaaaa, schon wieder. ;) Diesmal wurde das Filmchen aufgenommen, was ich gerade hochlade. Es folgten noch zwei Aufnahmen und dann gings ganz gemütlich zurück ins New York...nochmal an die Slotmachine und an die Center Bar Blackjack spielen. Dieses Mal hatten wir weniger Glück und die Spiele waren sehr schnell vorbei. ;) Keine Angst liebe Eltern, wir haben jeder nur ca. 25 Dollar verzockt, maximal 30. Hält sich also alles noch in Grenzen. Wir machten noch die letzten Streifzüge durch "Manhatten", holten uns jeder ein Stückchen Pizza und genossen unseren letzten Abend in unserem tollen Hotel (vom Bett aus konnte ich die Türmchen vom Excalibur und die Luxor-Pyramide mit dem Himmelslaser sehen...wie geil ist das denn bitteschön?).

Am nächsten Vormittag checkten wir aus, aßen noch einen Happen und rauchten noch ein bis vier Zigaretten an der Slotmachine. *lol* Andrea gewann ihren Einsatz zurück (2 Dollar) und ich immerhin 50 Cent von 2 Dollar...haha. Dann ging es gegen 13:30 Uhr schweren Herzens zum Auto und raus aus Las Vegas bis nach Bakersfield ins Motel 6. Das war die allerletzte Absteige...NIE wieder Motel 6. Wir haben kaum ein Auge zugemacht!!!

So, und vom Yosemite schreibe ich nix, da schaut ihr euch dann später einfach mal die Fotos an. Der Text ist ja lang genug geworden. Sorry dafür!

Morgen gehts für 3 Nächte nach San Francisco und dann den Highway Number One an der Küste entlang bis nach Los Angeles.

Dienstag, 13. April 2010

Tag 13/14 - Bryce Canyon NP - Zion NP - Grand Canyon

Die Nacht in Page haben wir gut verbracht, mit Super 8 Motels hatten wir bisher echt immer Glück. Beim Frühstück begegneten wir den doofen Franzosen aus dem Best Western vom Monument Valley...hatte mich dort so über den kleinen Bengel geärgert, weil der alles mit Kakao vollgeschweinst hatte. Da wir nach kurzer Fahrt wieder in Utah waren (Grenze war kurz hinter Page/Arizona), wurde uns auf einmal wieder eine Stunde geklaut und wir waren eigentlich vieeel zu spät dran. Also ganz fix zum Bryce Canyon...war das ein Anblick!!! Das war glaube so mit das beeindruckendste was wir bisher auf unserer Reise gesehen haben. Riesige Amphitheater aus Steinskulpturen in den tollsten Rot- und Beigetönen. Am Visitor Center kamen uns plötzlich die Österreicherinnen von Four Corners entgegen...naja, die USA ist ja auch ein Dorf, wa. Wir haben nicht den ganzen Canyon besucht, sondern nur die bekanntesten Ecken (die Zeit rannte). Dann gings schwupps fast die ganze Strecke zurück zum Zion...wohl der unspektakulärste Park von allen (abgesehen von den Great Sand Dunes). Man konnte über Serpentinen bis tief auf den Grund der Schlucht fahren und dort mit kostenlosen Shuttlebussen die Schlucht entlang fahren. Am Ende war ein Wasserfall und dort gingen wir etwas spazieren und stießen prompt wieder auf eine kleine Herde Rehe, die ganz gemütlich 2 Meter neben uns vorbei spazierten. Und dann war da so ein komischer Vogel, könnte ein Truthahn gewesen sein, der wollte mit in den Bus einsteigen. ;) Wieder am Visitor Center (es hatte bereits um 5 zugemacht, obwohl der Park noch voll war), ging es dann zurück nach Kanab, wo wir auf dem Hinweg schon ein Zimmer im Rodeway Inn gebucht hatten. Die Fahrt von der Schlucht zum Parkausgang (Mt. Carmel Highway) war am Schönsten vom ganzen Park...wartet auf die Fotos.

Ja und gestern dann sind wir sofort nach dem Frühstück zum Grand Canyon aufgebrochen. Wir fuhren durch einen tiefen, seeehr hoch gelegenen grünen Wald namens Kaibab National Forest und dann durch eine trockene Wüste mit Sandsturm und über den Colorado River (mal wieder). Endlich am GC angekommen, fuhren wir zuerst zum Desert View Point...die Sonne schien und wenn der Wind nicht gewesen wäre, hätte man im Shirt umherlaufen können. Das ist schon ein grandioser Anblick, wenn man so am Abgrund steht und über diesen rieeesigen Canyon schaut. Weiter hinten sahen wir Wolken aufziehen und machten uns schon Sorgen. Wir sind bis zur Hälfte (Grandview Point) gekommen, bevor der Sturm los ging. Es fing an zu schneien und wurde immer dunkler. Beim Grand Canyon Village fing es dann an zu hageln, sodass wir uns nur noch in den General Store und dann ins Grand Canyon Cafe retten konnten. Dort aßen wir für total wenig Geld zu Mittag und schrieben fleißig Postkarten. Der Vietnamese oder Chinese am Tresen hat uns sogar auf Deutsch bedient...er wollte wissen, was Kartoffelbrei heißt. ;) Bevor es dann noch schlimmer wurde, machten wir uns schweren Herzens auf nach Flagstaff. Den Mather Point haben wir nun natürlich nicht mehr gesehen, aber wir konnten froh sein, dass wir überhaupt noch Blicke erhaschen konnten. Bei dem Schneesturm hatte man dann keine Sichtweite mehr als 50m mehr. :( Es schneite und hagelte noch eine ganze Weile und 20 Meilen vor Flagstaff fuhren wir durch einen einsamen Wald voller Nebel...war das gruselig. Es könnte auch eine Wolke gewesen sein, da wir noch ziemlich hoch waren und die Wolken extrem niedrig hingen. Wir waren jedenfalls froh, als wir endlich in Flagstaff ankamen. Wir haben hier im Travel Inn für 40 Dollar übernachtet, ein sehr schönes, günstiges und warmes Zimmer. ;) Gleich gehts dann auf die Route 66 und in Williams/Seligman wollen wir mal ein typisches Route 66 Diner aufsuchen. Danach gehts schnurstracks über den Hoover Dam nach Las Vegas.

Montag, 12. April 2010

Neue Fotos!!!

Wir haben neue Fotos hochgeladen...Seaworld, Chiricahua NM und Saguaro NP.
Einfach auf den bekannten Link klicken.

Sonntag, 11. April 2010

Tag 12 - Monument Valley

Wie ihr seht, hab ich doch noch ein paar Bilderchen hochladen können...sind allerdings noch von L.A., ich versuche mal ein bisschen aufzuholen. ;)
Nach einer tollen Nacht im Best Western (ist sein Geld echt wert) und einem grandiosen Frühstück (das beste bisher) ging es auf ins 21 Meilen entfernte Monument Valley. Leider machte sich der Himmel ein wenig zu, aber das tat meiner sonnenverbrannten Nase auch mal gut. ;) Ich kann das Valley gar nicht wirklich beschrieben...wartet einfach auf die Fotos. Sie kommen bald , versprochen! Es sieht genauso aus, wie in der bekannten Marlboro Werbung...nur die Herden von Wildpferden haben gefehlt. :( Wie halten ständig Ausschau, aber noch haben wir keine entdecken können. 30.000 soll es wohl noch geben. Wir waren bis ca. halb drei im Valley...die ungeteerte Huckelpiste durchs Tal war nur mit maximal 15 mph zu nehmen. Man, das war vielleicht anstrengend...unsere Popöchens schrien Juhu. Aber es hat sich voll gelohnt!!!
Anschließend fuhren wir nach Page am Lake Powell, wo wir wieder mal im Super 8 Motel übernachteten. Vorher wollten wir unbedingt zum Antelope Canyon, aber der ist nur mit geführten Touren zu besichtigen und die wollen doch sage und schreibe 31 Dollar pro Person. Wir haben uns schweren Herzens dagegen entschieden, da er wirklich traumhaft schön sein muss, wir aber einfach noch zu viel vor haben und Las Vegas und San Francisco werden noch teuer genug. :(( Wir fuhren also wieder zu Pizza Hut und ließen den Tag dann ruhig im Hotel ausklingen. Achja, wir haben hier wieder eine Stunde gewonnen...es sind jetzt wieder 9 Stunden Zeitunterschied zu euch.

Ich weiß nicht warum, aber gestern hatte ich wieder tierische Schmerzen im Ischias, die sich heute noch ein wenig fortführen. Gott sei Dank habe ich die entsprechenden Schmerzmittel mitgenommen. Andrea hatte schon Angst, dass sie mich wieder in ein Hospital bringen musste. ;)

So, heute gehts zum Bryce Canyon und Zion National Park...mal sehen, ob wir beides schaffen. Übernachten werden wir wohl in Kanab. Danach gehts zum Grand Canyon. ;)

Samstag, 10. April 2010

Tag 10/11 - Arches NP - Mesa Verde NP - Four Corners

Sorry, dass ihr so lange warten musstet. Gestern Abend waren wir echt zu breit (Story folgt weiter unten) und davor den Abend haben wir im Waschsalon verbracht. ;)

Also...wir fuhren von Glenwood Springs - übrigens ein total süßes Städtchen, genauso wie Vail und auch Moab - direkt zum Arches National Park. Ich weiß gar nicht, wie ich das beschreibern soll, am besten seht ihr euch mal diese Bilder an, dann wisst ihr wo wir waren und könnt euch vorstellen, wie begeistert wir waren. Schon bei der Anfahrt, als noch gar keine Bögen zu sehen waren, machten wir etliche Fotostopps. Die rote Erde und die wunderschön geformten Felsmonolithen zauberten eine traumhafte Kulisse. Als wir durch die Windows-Section gekraxelt sind, waren wir noch voller Elan. ;) Nach einem ewig langen Berg und Tal - Fußmarsch zum Landscape Arch...ich dachte echt, ich laufe zu den sieben Zwergen hinter den sieben Bergen...waren wir dann aber fix und alle, am dehydrieren (kein Wasser dabei, wir Idioten) und meine Nase war total verbrannt. :( Nach dem Delicate Arch sind wir nach Moab gefahren, um uns ein Hotel zu suchen. Nach dem vierten, wo wir gefragt haben, ging uns langsam die Muffe...alle waren ausgebucht. Ihr müsst wissen, dass Moab direkt am Arches liegt und ein sehr süßes belebtes Touristenstädtchen ist. Schließlich fanden wir ein Zimmer in JR's Desert Inn für 67,- USD...teuer, aber wir waren froh, dass wir überhaupt was gefunden hatten. ;) Und das Zimmer war wirklich schön sauber und auch sehr nett eingerichtet. Wir fuhren dann zu Pizza Hut, da unsere Mägen in den Kniekehlen hingen und dann zum Waschsalon. Als wir gegen 22 Uhr wieder zum Motel kamen, war alles dunkel. Office war zu, Reklametafel war aus...kaum ein Auto auf dem Parkplatz. Das war schon unheimlich, da ja überall der Bär steppte und alle Motels/Hotels ausgebucht waren.

Am nächsten Morgen wollten wir geradewegs zum Canyonlands National Park und fuhren Richtung Süden auf die 191. Wir wunderten uns schon, dass die Abfahrt ewig nicht kam...das Ende vom Lied war, dass die Zufahrt zu den Canyonlands nördlich von Moab war und wir waren nun schon fast eine Stunde in Richtung Süden unterwegs. Mist! Da wir den Zeitplan nicht gefährden wollten, haben wir uns also direkt weiter zum Mesa Verde National Park aufgemacht. Wir ärgern uns immer noch, weil sich letztendlich herausstellte, dass wir die Zeit doch gehabt hätten.

Mesa Verde ist der einzige Nationalpark der USA, der Menschenwerk schützt. Es handelt sich hierbei um die Felswohnungen der Anasazi Indianer, die an die steilen Klippen der tiefen Canyons gebaut wurden (googelt am besten mal). Nach einem äußerst anstrengenden Trail zu der Mesa Spruce Tree House...es ging bis ganz runter auf den Grund des Canyons und dann wieder steil nach oben - haben wir noch den Cliff Palace angeschaut und sind dann weiter zu den Four Corners gefahren. Eigentlich wollten wir in Cortez übernachten, wo es auch schön viele günstige Motels gab, aber es war erst halb drei oder so und es wäre verschenkte Zeit gewesen, sich dort schon zur Ruhe zu setzen. Und hier kommen wir zu den Canyonlands zurück...wir hätten schön viel Zeit gehabt, um uns wenigstens das Island in the Sky anzusehen. Nochmal Mist!

Dann der nächste Fauxpas...Four Corners war under construction. Das gibts doch nicht. Dort ist doch nur eine Platte auf dem Boden, welche das Zusammentreffen der vier Bundesstaaten (Utah, Colorado, New Mexiko, Arizona) kennzeichnet und dann machen die dort eine Baustelle auf? Wir kamen noch nicht mal in Sichtweite, da ein riesengroßer Zaun den Weg versperrte. Als wir dort mutterseelenallein in der Pampa vorm Zaun standen, gesellten sich noch zwei Österreicherinnen zu uns, die dann genauso doof auf den Zaun schauten.

Also weiter in Richtung Westen. In Teec Nos Pos wollten wir dann nächtigen. Pustekuchen, weit und breit kein Ort, obwohl laut Karte einer da sein müsste. Wir fuhren weiter bis nach Mexikan Water...eine Tankstelle und ein Markt...kein Hotel. Also weiter bis nach Kayenta. Dort gab es dann ein Hampton Inn, ein Holiday Inn und ein Best Western. Alle drei waren nach unserer Erfahrung eher teurer, also fuhren wir noch weitere 12 Meilen bis zum Parkeingang von Monument Valley. Im Park gab es ein Hotel und da wir total groggy waren, hätten wir auch das genommen...also bezahlten wir jeder 5 Dollar Eintritt und fuhren in den Park zum Hotel. Wow, das Marlboro Country bei Sonnenuntergang...atermberaubend schön. Wir konnten es nur nicht richtig genießen, da das Hotel...wie sollte es auch anders sein...ausgebucht war. Also Eintritt umsonst bezahlt und zurück nach Kayenta ins Best Western. Schlechte Laune war inbegriffen. ;) Der Preis war wie erwartet teuer: 90 Dollar/Zimmer. Dafür sieht es natürlich auch toll aus. Eigentlich ist es schon wieder viel zu groß für ein Motelzimmer und die Betten sind so hoch, dass man raufklettern muss. ;) Nach einer erholsamen Nacht, machen wir uns gleich auf zum Monument Valley. Es ist bei uns jetzt 9 Uhr morgens und wir gehen erstmal zum Frühstück. Mal schauen, ob ich noch ein paar Fotos hochladen kann, wenn wir zurückkommen. Ansonsten halt später. ;)