Freitag, 22. März 2013

Tag 10: Akumal – Tulum – Coba - Akumal

Die Klimanlage war Gott sei Dank wieder funktionstüchtig, sodass wir gut geschlafen haben. Abfahrt sollte heute 08:40 Uhr sein. Unser deutscher Hotelkollege war heute wieder mit dabei, diesmal auch seine Frau. Die beiden hatten sich aber nicht so viel zu sagen. Man sah sie später meistens getrennt. Der Bus kam ziemlich pünktlich und unser Reiseleiter Fernando begrüßte uns sehr freundlich. Er war wesentlich besser als die Dame gestern, wie wir später noch festgestellt haben. Wir holten wieder noch zwei andere Gäste ab und fuhren dann zuerst nach Tulum, das nur 25 km von Akumal entfernt ist. Der Parkplatz war verhältnismäßig leer, was wohl auch daran lag, dass wir ziemlich früh dort waren. Laut Fernando legen heute noch 7 Kreuzfahrtschiffe bei Cozumel an, so wie jeden Freitag, und die meisten machen dann einen Ausflug nach Tulum. Aber dann werden wir wohl schon wieder weg sein. ;) Der Weg zur Ausgrabungsstätte war etwas weiter und es war schon wieder ziemlich heiß. Allerdings wehte hier ein besseres Lüftchen als gestern, da Tulum direkt am Meer liegt. Tulum ist die einzige Maya-Stadt direkt am Meer und war sogar noch nach der Blütezeit der Maya 600-900 n. Chr. noch in Betrieb. Man weiß ja bis heute nicht, warum die Maya ihre Stätten dann so plötzlich verlassen haben. Plötzlich waren die kleinen Menschen (Durchschnittsgröße 1,60 m) verschwunden. Entweder ausgestorben (kann aber nicht sein, da es heute noch einige Maya-Familien gibt) oder weg gewandert...vielleicht an die Küsten, nach Cancun, usw. Oder sie haben einfach nicht mehr ihren Glauben ausgeübt und ihre Kultstätten deshalb verlassen. Hm, laut Fernando werden wir die Wahrheit wohl nie erfahren. Ich persönlich glaube ja, dass ihnen das im Dschungel einfach viel zu heiß war und sie an die Küsten gezogen sind. Jedenfalls gab es in Tulum unzählige große Leguane auf den Ruinen. Man betritt und verlässt die Stadt durch Durchgänge in der Stadtmauer, die für unseren Geschmack ziemlich niedrig war. Tulum galt aber als uneinnehmbar, da vor der Küste ein Riff lag, dass es z.B. den Spaniern unmöglich machte, bis ans Ufer zu kommen. Wir spazierten eine ganze Weile durch die verhältnismäßig kleine, aber wirklich sehr hübsche Anlage und fuhren dann mit einer Bimmelbahn zum Ausgang zurück, wo wir uns noch mit Bier und Kokosnüssen erfrischten. Die Aufteilung, wer was getrunken hat, ist euch sicher klar. ;) Dort hatte ich mir dann auch das Fruchtfleisch der Kokosnuss in einem Becher mitgeben lassen und lecker im Bus weggeschnaggelt. Mmh, lecker und erfrischend. Auf der Fahrt nach Coba erzähle uns Fernando wieder eine ganze Menge. Man sollte z.B. keine Cola bestellen, denn das heißt „Popo“ auf mexikanisch. ;) Ach und Tequila ist auf Yucatan nicht das Nationalgetränk, sondern Bacardi, weil der billiger ist. In den letzten Jahren gab es nicht so viele blaue Agaven, aus denen der Tequila hergestellt wird. In Tequila-Flaschen gibt’s übrigens oftmals einen Wurm. Ja, einen Wurm. Der kommt wohl aus der Agave und macht nüscht. Nur ins Glas sollte man ihn nicht kippen. :) Ihr merkt schon, der Fernando war ganz lustig drauf und wir haben viel gelacht. Die meisten Einheimischen schlafen übrigens tatsächlich in Hängematten und haben ca. 5 Kinder pro Familie. Wie das mit den Hängematten zusammenhängen kann, konnte er uns aber nicht sagen. Das machen sie hauptsächlich wegen der Schlangen, Skorpione, usw. Und dann erzählte er uns noch, dass es in Mexiko eine Krankenversicherung für Bedürftige gibt, die nichts kostet. Somit sind ca. 95% aller Mexikaner krankenversichert. Nicht so wie im amerikanischen Nachbarland. Er selbst ist auch in dieser Versicherung, weil er Diabetes hat und sie ihm daher nix kostet. Feine Sache, oder? Wenn ich daran denke, dass ich inkl. AG-Anteil 700 Euro KV zahlen muss...pfff.
Er erzählte auch noch etwas von den heimischen Tieren, wie Aguti, Beutelratten, Schlangen, Leguanen und auch Krokodilen. Ach bevor ich es vergesse, hier muss man übrigens das Klopapier in Eimer schmeißen, weil es sonst unangenehme Verstopfungen geben kann. Etwas gewöhnungsbedürftig, aber ich kenne toilettentechnisch schlimmere Geschichten. :) Nach Coba waren es nochmal 45 km und glücklicherweise ging die Klimaanlage im Bus. Auf der Hälfte der Strecke kehrten wir in ein kleineres gemütliches Restaurant ein, wo wir die einzigen Gäste waren und ein nettes Buffet vorfanden. Die Pause war recht angenehm. Mir fehlte beim Buffet lediglich Obst, da sind wir von unserem Hotel doch sehr verwöhnt. Am Eingang von Coba waren wir der einzige Bus und mehrere Minibusse. Coba wurde erst vor ein paar Jahren freigelegt, sodass es noch nicht ganz so gut besucht ist, wie Tulum oder gar Chichen Itza. Der Weg durch den Busch zur Tempelanlage war wieder sehr lang, der weiteste bisher. Es war unerträglich heiß. Wir besichtigten zwei gut erhaltene Ballspielplätze und kamen dann zur 42 m hohen Pyramide, die höchste in ganz Yucatan. Coba wird von den Archäologen in fünf Gebäudegruppen eingeteilt. Die Pyramide mit ihren 120 Stufen gehört zur Gruppe Nohoch Mul. Auf der Spitze der Pyramide befindet sich ein kleiner Ritualraum und ein steinerner Altar, der von den Mayapriestern vermutlich für Blutopfer an die Götter verwendet wurde. Tobi erklamm die Stufen wie eine junge Gazelle, während sich alle anderen panisch an das in der Mitte liegende Seil klammerten. Ich suchte mir unten ein schattiges Plätzchen und beobachtete das Geschehen. Ich hatte ja leicht reden, aber manche hangelten sich echt bescheiden die Pyramide hoch. Die Stufen waren ziemlich uneben und natürlich teilweise sehr hoch. Das ergab manchmal Gebilde...herrlich. Zurück fuhren wir mit einer Fahrradrikscha, es war einfach viel zu heiß. Wir gaben auch ordentlich Trinkgeld, weil der Radler uns so leid tat. Aber er wollte es ja so. Der Rückweg kam uns ziemlich kurz vor, weil uns Fernando mit seinen Anekdoten gut ablenkte. Zurück im Hotel duschten wir und gingen zum Abendessen. Es war wieder ein sehr schöner Ausflug, wenn nur diese Hitze immer nicht wäre. Dabei sind wir noch in einer guten Zeit hier. In der Hauptsaison im Sommer regnet es fast jeden Tag mehrmals und davor und danach ist es zwar kühler, aber sehr viel schwüler.

So, da das Internet nur für eine Woche für uns zugänglich ist, kann es sein, dass die weiteren Beiträge von zu Hause kommen. Viel wird das aber nicht mehr sein, da wir die restlichen 3 Tage eigentlich nur noch am Pool/Strand rumliegen wollen. ;)

Donnerstag, 21. März 2013

Tag 9: Akumal – Chitchen Itza – Akumal

Heute sollte es nun nach Chichen Itza gehen, dem bekanntesten Maya-Tempelkomplex in Mexiko. Von dieser Maya-Stadt sind bis heute 20 Gebäude freigelegt, unter anderem die weltbekannte „Pyramide“ El Castillo. Wir sollten um 09:40 Uhr vom Hotel abgeholt werden, aber es wurde ca. 30 Minuten später. Außer uns fuhr noch ein Mann mittleren Alters aus unserem Hotel mit. Wir holten noch zwei in Tulum ab und düsten direkt bis kurz vor Chitchen Itza, wo es etwas zum Mittag gab. Wir hatten Badesachen an, weil uns Jeremias gesagt hatte, dass es dort eine Cenote beim Restaurant gibt. Die gab es auch – traumhaft schön und traumhaft voll. Das ganze war ein Hotelkomplex mit Buffetrestaurant, bei dem auch die Reisebusse einkehrten. Massenabfertigung! Jana, du weißt ja, wie ich das liebe. Das fanden wir in China schon so doof. Aber die Cenote war echt toll, ein sehr weit unten liegendes Süßwasserloch, umgeben von hohen Steilwänden mit Wasserfall und reinhängenden Lianen, dass an ein unterirdisches Fluss-System angeschlossen ist - angeblich dem größten der Welt. Das war schon sehr verlockend. Aber die Tatsache, dass heute schon Hunderte Touris ihren Schweiß darin abgewaschen haben, ließ uns dann doch nicht baden gehen und ich zog mich um. Wir aßen einen Happen und setzten uns dann in ein Café, bis der Bus weiterfuhr. Susanne, unsere deutschsprechende spanische Reiseleiterin mit Schweizer Dialekt, erzählte uns auf der Fahrt immer eine ganze Menge. Das konnte ich mir gar nicht alles merken. Im Gedächtnis ist mir aber noch, dass die Azteken früher Hunde gegessen haben. Sie haben eine Rasse ohne Fell gezüchtet und die konnte man auch begutachten, als wir einen Toilettenstop gemacht hatten. Die armen Tiere...so ohne Fell haben sie gar keinen Schutz gegen die Hitze. Ganz zu schweigen davon, dass es nicht schön aussieht. Aber heute werden sie nicht mehr gegessen. Gott sei Dank. Gegen 15:00 Uhr waren wir dann vorm Eingang von Chichen Itza und warteten, bis Susanne die Tickets geholt hat. Es war brütend heiß. 32 Grad und kein einziges Meereslüftchen im Landesinnern. Ekelhaft. Uns lief die Brühe nur so runter. Ihr mit euren Minusgraden werdet denken „wie toll“, aber ich weiß echt nicht, was schlimmer ist. In Chichen Itza liefen wir erstmal eine ganze Weile durch den Busch an unzähligen Ständen von einheimischen Souvenirhändlern vorbei. Man kann es auch übertreiben. Und irgendwie hat wohl alles nur „One Dollar“ gekostet. Komischerweise nicht mehr dann, als ich mir auf dem Rückweg den aus dunklem Holz geschnitzten und bunt bemalten Maya-Kalender gekauft habe. Aber immerhin habe ich ihn von 350 auf 200 Pesos runter gehandelt. Und da war ich schon beim 4. Stand. Vorher habe ich immer 150 versucht, aber darauf wollte sich einfach niemand einlassen. Frechheit. Als Erstes besichtigten wir das Observatorium, was noch ganz gut erhalten war. Hier berechneten die Maya z.B. die Umlaufzeit der Venus mit 384 Tagen und unterschieden sich mit diesem Ergebnis nur 0,08 Tage von den heutigen Berechnungen. Das waren schon richtig helle Köpfchen. Sie waren übrigens auch das erste Volk, das mit der Zahl Null rechnete. Die gab es zwar vorher schon in Indien, aber die wussten nicht so viel damit anzufangen. Die Maya nutzten sie. Kurz danach musste ich von der Gruppe weg. Ich hab die Reiseleiterin eh kaum verstanden und wollte lieber etwas fotografieren. Und vor allem wollte ich nicht immer in der Sonne stehen bleiben. Tobi ist zwangsläufig mit, obwohl er scheinbar sein Herz für Reisegruppen entdeckt hat. Er wollte ständig bei der Gruppe bleiben. Pfff. Wir sind dann zu einem Häuschen, wo es eine Toilette (mit lange anstehen) und etwas Kaltes zu trinken gab. Ich musste erstmal ne Runde ruhen. Maaan, war das heiß! Danach sind wir zum „El Castillo“, der großen berühmten Pyramide, die ja eigentlich keine ist. Pyramiden stehen in Ägypten, die Maya hatten Tempel. Schließlich haben sie mindestens eine Treppe, diese hier hatte auf jeder Seite sogar eine, und oben waren sie nicht spitz, sondern hatten einen Aufbau darauf. Wie auch immer, sie war unglaublich beeindruckend und verdammt hoch, wenn man so davor steht. Vor einigen Jahren konnte man sie noch besteigen, aber dann hat die Unesco sie restauriert und das Besteigen verboten, um das Weltkulturerbe zu erhalten. Finde ich auch richtig. Ich wäre auch eh nicht hoch. ;) Nun aber zu den Menschen. Heute ist Nationalfeiertag! Natürlich! Was auch sonst, wenn ich hier bin? Irgendein Benito Juarez hat heute Geburtstag. Aber nicht nur das, nein, heute ist ab ca. 16:30 Uhr auch noch das berühmte Schlangenphänomen. Das findet nur zweimal jährlich, am 21.3. und 21.9. statt, immer zur Tag-und-Nacht-Gleiche. Nur dann werfen die Pyramidenstufen ein Schattengebilde, dass sich an den unteren Schlangenkopf an der Nordtreppe anschließt. Das Ganze sieht dann so aus (mit viel Fantasie), als wenn eine gigantische Schlange, ein Symbol des Schöpfergottes Quetzalcoatl, den Tempel herunterkriecht. Sie soll die Erde befruchten, sodass wieder genug Mais, Bohnen, usw. geerntet werden können. Heutzutage kommen die Menschen hierher, um Energie zu tanken. Die Götter der Maya waren übrigens nicht unsterblich, sondern mussten was essen und trinken, um zu überleben. Daher wurde ihnen immer ausreichend geopfert. Die Pyramide hat übrigens auf jeder Seite 91 Stufen, das ergibt zusammen mit der letzten Stufe zur Tempelplattform 365 – die Tage eines Sonnenjahres. Im regulären Maya-Kalender gibt es 18 Monate á 20 Tage. Das sind natürlich nur 360 Tage, aber am Ende eines jeden Jahres gibt es 5 Unglückstage. An denen weiß man nicht, ob die Sonne wiederkommt, sodass viel gebetet und dem Sonnengott geopfert wird.
Naja, jedenfalls könnt ihr euch sicher vorstellen, wie voll es vor der Pyramide war. Dios Mio! Wir gingen auf die Seite vom Tempel des Jaguars und schauten uns noch schnell den größten Ballspielplatz Mittelamerikas mit rund 150 m Länge an, bevor dort abgesperrt wurde. Man befürchtete wohl, dass Menschen die Mauern drumherum erklimmen, um einen besseren Blick auf die Schlange zu haben. Danach schauten wir noch eine Weile dem Ritual zu. Hatte ich schon die brütende Hitze erwähnt? Uff. Plötzlich verdunkelten Wolken die Sonne und Zigtausende Buhrufe schallten durch das Land. Das fanden wir lustig. Als sie nach einer Weile wieder kam, sah man plötzlich Massen von Leuten von der Süd- zur Nordseite rennen. Ich hätte mich beeiern können. Danach sind wir langsam zum Ausgang geschlendert. Um 17 Uhr sollten wir uns wieder alle dort treffen. Tobi hat mich etwas genervt. Ständig hatte er Angst, die Gruppe nicht wiederzufinden. Man ey, Jana und ich haben unsere Gruppe bei Hunderttausenden in der Verbotenen Stadt wiedergefunden und hier waren gerade mal um die 40.000. Das mit der Entspannung müssen wir noch mal etwas üben. Es dauerte eine ganze Weile bis wieder alle 36 Leute zusammen gefunden haben und dann sind wir dem Bus entgegen gelaufen. Hat aber eigentlich alles ziemlich reibungslos geklappt. Leider war dann im Bus die Klimaanlage ausgefallen. Ich hätte brechen können. Wir hatten auf dem ganzen zweieinhalbstündigen Rückweg zw. 28 und 32 Grad im Bus. Es war so nervig. Wir hatten ja schon letzte Nacht keine funktionierende Klimaanlage im Zimmer und dementsprechend eine sehr warme Nacht. Im Hotel gab es nämlich Stromausfall und der Dieselgenerator hat nur das Nötigste geschafft, bis auch er ausgefallen ist. :( Als wir im Hotel angekommen sind (glücklicherweise wurden wir wie morgens auch als Zweites wieder abgesetzt), haben wir nur noch schnell etwas gegessen und sind ins Bett. Chichen Itza ist auf jeden Fall eine Reise wert!

Mittwoch, 20. März 2013

Tag 8: Akumal – Cozumel – Akumal

Gestern haben wir beschlossen, heute einen Ausflug auf die Insel Cozumel zu machen. Also sind wir zeitig zum Frühstück und 08:10 Uhr waren wir schon auf dem Weg zur Hauptstraße, wo wir auch sofort ein Collectivo erwischt haben. Die Fahrt nach Playa del Carmen (ca. 40 km) dauert ca. 30 Minuten, unser Fahrer hatte aber nur uns drin, sodass er an vielen anderen Hotels immer einige Minuten hielt, um noch mehr Passagiere an Bord zu bekommen. Das ist halt der Preis des billigen Fahrens (eine einfache Fahrt kostet p.P. nur ca. 2,50 Euro). In Playa del Carmen sind wir dann direkt zum Fähranleger. Unterwegs wollten wir noch Geld holen und da griff ich natürlich in den großen braunen Haufen. Erstmal dauerte es eine ganze Weile, bis wir überhaupt einen ATM fanden, der Peso ausspuckt und dann war es auch noch so ein doofer. Komisch ist, dass die meisten Automaten nur US-Dollar ausgeben. Aber 80% aller Touristen auf Yucatan sind US-Amerikaner, sodass man sich hier scheinbar sehr an den Dollar gewöhnt hat. Man kann alles Mögliche auch in USD bezahlen. Hätte ich das gewusst, zu Hause haben ich noch welche liegen. Aber zurück zum ATM. Ich wählte 1000 Pesos aus (ca. 64 Euro) und nix passierte. Der ganze Prozess ratterte durch, Geld wurde augenscheinlich gezählt, Karte kam wieder raus...alles ganz normal. Nur kein Geld. Kein Errortext, nein, einfach nur kein Geld. ;( War das ärgerlich!!! Ich war sauer. Tobi meinte, ich soll die Polizistin anquatschen, aber was hätte die machen sollen? Ich habe die Straßenschilder und den Automaten abfotografiert und will nachher meiner Bank eine E-Mail schreiben. Ich hoffe ja, dass der Automat nur leer war und nix vom Konto abgebucht wird.
Danach haben wir die Tickets für die Fähre geholt und sind zum Wartebereich. Kosten: 20 Euro p.P. return...sauteuer! Die nächste sollte 10:00 Uhr starten, also in einer halben Stunde. Der Einlass war aber schon 5 Minuten später, also haben wir uns schöne Plätze unterm überdachten Deck direkt an der Reeling sichern können. Die Überfahrt dauerte ca. 35 Minuten. Vor Cozumel hatte die Disney Fantasy angelegt, ein riesiges Kreuzfahrtschiff, dessen Bau ich mal in einer Doku gesehen hatte. Tolles Ding! Irgendwann möchte ich auch mal mit so einer schwimmenden Stadt in See stechen. Der Hauptort bzw. eher der einzige richtige Ort auf Cozumel heißt San Miguel und ist sehr touristisch. Wir gingen etwas weg von der Promenade und fanden einen Seven Eleven Supermarkt mit ATM. Wir hatten ja immer noch keine Kohle. Diesmal probierte Tobi zuerst und es funktionierte glücklicherweise. Klar, so ein Pech kann ja auch nur ich haben. Danach entschieden wir uns, einen Mietwagen zu nehmen, um die Insel zu erkunden. Es gab unzählige Stände mit Anbietern. Wir wählten einen „mexikanischen Ferrari“ für 45 Dollar. ;) Er entpuppte sich als ca. 35 Jahre alter VW Käfer Cabrio, bei dem man die Straße durch den Boden sah. TÜV gibt’s hier wohl nicht. Meine Tür ging nur von innen auf und der 1. Gang ging nur mit sehr viel Geduld rein. Anspringen zählte auch nicht so zu seinen Stärken. Nachdem uns Abimael ewig viel erzählt hatte und festgestellt hat, dass ich wohl der Boss von uns sein muss (wie bei ihm zu Hause), fuhr jemand das Goldstück vor und wir düsten los. Es war ein bisschen wie damals in San Francisco...überall Einbahnstraßen. Tobi meckerte noch ca. 20 Minuten über das Auto und auf was für eine Scheiße wir uns hier eingelassen haben, aber dann fing es an, ihm Spaß zu machen. ;) Wir umrundeten die Insel und hielten, besonders an der Westküste, öfter mal an. Am schönsten war es am Bob Marley's Place, wo man laut Abimael gut Marihuana rauchen kann. Aha! Hatten wir zwar nicht, aber war trotzdem sehr schön. Für Tobi gab es ein Sol und für mich eine Bahamamama. Ich hatte Bananamama bestellt, so wie das Tobi sonst immer gemacht hat, und wurde natürlich gleich bei meiner ersten Bestellung von dem Zeug berichtigt. Kommt wohl nicht von Banane, sondern von den Bahamas? Hm, laut Google ist Bahama-Mama jedenfalls richtig. Kurz vor vier tankten wir ein bisschen was und gaben die Schüssel wieder ab. Tobi sagte noch zu Abimael, was für ein „horrible car“ das ist. Das fand der aber nicht so gut. Aber die Wahrheit tut eben manchmal weh. Wir kauften noch was zu trinken im Seven Eleven und setzten uns auf den Marktplatz in den Schatten. Die nächste Fähre ging 17 Uhr. Nach einer Weile bummelten wir zum Anleger zurück, tranken noch etwas und fuhren zurück nach Playa del Carmen, wo wir dann nach einem Stop in einem großen Souvenirgeschäft (nein, nix gekauft) direkt zum Collectivo-Stand sind. Dort hatte ich dann noch meine erste Kokosnuss getrunken...mmh, so erfrischend. Gegen halb sieben waren wir dann im Hotel, wo wir noch einen Happen gegessen haben und dann auf dem Zimmer verschwunden sind. Also die Frage, ob sich Cozumel gelohnt hat, muss ich eher verneinen. Klar, es ist eine hübsche Insel mit toller Küste und sicher auch einem der besten Tauchreviere der Welt, aber das Preis-Leistungsverhältnis ist einfach kacke. Die Fähre viel zu teuer und man kommt dort nur mit Taxi oder Mietwagen voran, die auch überteuert sind. Eigentlich wollten wir dort ja mit dem Atlantis U-Boot fahren, aber 100 Dollar pro Person für zwei Stunden? Nee, also wirklich nicht. Unser Ausflug war schön und mal eine Erfahrung, aber weiter empfehlen würde ich es nicht unbedingt.

Dienstag, 19. März 2013

Tag 7: Beach Resort

Heute waren wir wieder sehr faul. Nach dem Frühstück ging es auf's Zimmer zurück und wir haben die Zeit mit Kniffeln und Fernsehen totgeschlagen. 11:30 Uhr sind wir in die Lobby, die ja im Freien unter einem Palapa ist, einer mit Schilfgras bedeckten urigen Holzhütte. Das Hotel ist überhaupt sehr offen gestaltet, sodass überall ein schönes Lüftchen weht. Und Wind weht hier immer. Das ist auch gut so, denn wir haben über 30 Grad. Punkt 12 Uhr waren wir mit Mutti und Alo zum Skypen verabredet, was wir dann auch gemacht haben. Wir haben auch eine E-Mail von der Hundepension bekommen. Zitat: „Luna geht es spitzenmäßig, aber wer fragt nach uns? Sie ist ein Energiebündel, hat das Wochenende in einer 5er Gruppe mit Irrsinn und Wahnsinn verbracht. Gespielt, getobt, in der Sonne geschlafen, gespielt und getobt.“ Unserem Hund geht es also auch gut...den Tierhelfern dafür weniger. So dachten wir uns das. ;)
Nach dem Skypen sind wir zum Mittag und wieder auf's Zimmer ausruhen...so ein Vormittag ist schon anstrengend. ;) Gegen halb vier entschlossen wir uns dann doch zum Pool zu gehen. Aber um fünf wurde es schon wieder frischer, sodass wir uns wieder einwickelten und uns noch etwas in die Poolbar gesetzt haben. Hm, außer Abendessen etwas später am Abend und Rumlümmelei war nichts weiter, daher höre ich jetzt auf.

Montag, 18. März 2013

Tag 6: Akumal – Playa del Carmen – Akumal

In die Bar haben wir es gestern nicht mehr geschafft, nur kurz zum Abendessen, wo es für uns nur Obst gab. Es kam nämlich...Achtung Mädels, aufgepasst...Return of the King auf Spanisch. Yeah! ;) Den haben wir bis zum Ende um 22:30 Uhr durchgezogen...natürlich. Es machte auch nichts, dass Tobi nix verstanden hat, ich konnte ihm alles übersetzen. ;)
Heute früh bin ich, wie immer eigentlich, Punkt 06:00 Uhr aufgewacht und hatte diesmal aber ziemlich dollen Hunger...wahrscheinlich, weil es gestern Abend nur Obst gab. Ich habe Tobi so lange genervt, bis wir halb sieben vorm Restaurant standen. Nun machte das aber erst 07:00 Uhr auf...irgendwie hatte ich da was verwechselt. Wir tranken daher erstmal Kaffee in der Mainbar. Nach dem Frühstück war ich natürlich wieder müde und musste mich hinlegen. ;) Tobi ist mit dem Lappi in die Lobby. So ziemlich genau halb zehn sind wir zur Hauptstraße vor gestiefelt und sind mit einem Collectivo nach Playa del Carmen gefahren. Die Fahrt war spottbillig: 40 Pesos pro Person und einfache Fahrt, das sind ca. 2,50 Euro. Ein Taxi nimmt 300 Pesos. Irre. Die Touris, die das machen, sind selbst Schuld. Nach ca. 30 Min. waren wir auf der 5th Avenue...doch, die heißt wirklich so! Wir waren dann natürlich in dem einen oder anderen Souvenirshop. Ich hatte Spaß, Tobi nicht. ;) Es wurde nach und nach immer heißer. Wir haben heute den schwülsten Tag bisher und da fahren wir in die Stadt, ganz toll. Wir wollten dann in ein Shopping Center und sahen in ca. 500 m Entfernung ein rosanes großes Gebäude aufblitzen, dass ein Walmart hätte sein können. Wir fragten einen Einheimischen direkt nach dem nächsten Walmart und er winkte sofort ab...aaah, no no, it's so long to walk...brauchst du Taxi...ten kilometros. Hä? Das kam mir schon spanisch vor (im wahrsten Sinne des Wortes). Hätte er 2 km gesagt, aber 10? Wir gingen einfach weiter in die Richtung und ich holte in einem Hotel eine City-Map. Und siehe da, kurz vor uns musste ein Walmart sein...und natürlich war es das rosane Gebäude. Was für ein Arsch. Wollte der uns voll verschaukeln. Also echt! Im Walmart kauften wir Turnschuhe und ein Wassershirt für Tobi und Postkarten. Übrigens werden die erst nach uns bei euch eintrudeln. Die Post dauert von hier aus ca. 2-3 Wochen nach Deutschland und ich hatte vorher einfach keine schönen gefunden. ;)
Danach sind wir zurück zur Promenade und kehrten beim Italiener ein, wo ich die wahrscheinlich besten Carbonara meines Lebens gegessen habe. Boah, was waren die lecker! Es war brütend heiß. Ich kaufte noch einen Thermobecher, ein Strandkleid und zwei Magnete und dann hat es uns gereicht. Wir sind zurück zum Collectivo-Stand und wurden mit 12 anderen Leuten plus Fahrer in einen Mini-Van gestopft. Bei der Hitze war das richtig „schön“ kuschelig. Umpf. Halb vier lagen wir im Pool (herrrrrlich) und ne Stunde später im Bett zur Siesta. Jetzt ist es 21:20 Uhr und wir sitzen in der Lobby. Von hier aus beobachten wir die „Miss Akumal“- Wahl in der Mainbar. Was für ein Mist. Irgendwelche Teenager-Girls machen sich voll zum Affen. Das werde ich nie verstehen. Aber muss ich ja auch nicht. Vorhin beim Abendessen gab es für mich nur ne Ofenkartoffel mit Quark und ein bisschen Gemüse. Ich bin einfach nur noch übersättigt. ;) Jetzt trinke ich nur noch den Bananamama aus und dann gehen wir uns Bett. Schlaft schön bzw. „Guten Morgen“. ;)

Sonntag, 17. März 2013

Tag 5: Beach Resort

Heute ist es sehr bedeckt und windig. Mal gucken, was da noch kommt. Regen ist ja erst für Dienstag angesagt. Eigentlich hatten wir uns für heute Playa del Carmen vorgenommen, aber irgendwie hatten wir beide nicht so richtige Lust. Nach dem Frühstück sind wir wieder auf's Zimmer und ruhten bis 11:00 Uhr. Dann sind wir zu Jeremias und haben die beiden Touren gebucht. Ich verrate aber noch nicht, wohin es geht. ;) Beide haben jeweils 82,- USD pro Person gekostet, das ist ok.
Danach sind wir zur Snackbar und haben etwas getrunken. Wir beschlossen, heute nicht nach Playa del Carmen zu fahren und stattdessen das WiFi zu besorgen. Tobi holte den Lappi und wir gingen zur Lobby. Der Rezeptionist richtete es mir ein und wir surften eine Weile. Leider konnte ich daher erst heute den 1. Tag online stellen. Meine Mutti war auch zufällig gerade online, sodass wir noch etwas skypten bis der Akku alle war. Danach sind wir zum Mittag und haben nur etwas leichtes (Butterbrötchen und Obst) zu uns genommen. Ok, für Tobi gab es Nudeln mit Tomatensoße. ;) Dann fing es an zu regnen. Wir haben es jetzt fast 18:00 Uhr und es stürmt und regnet immer noch. Gott sei Dank sind wir im Hotel geblieben. Tja, heute war also nicht so viel...nur relaxen auf dem Zimmer. Nachher geht’s vielleicht noch zum Abendbrot und in die Bar. Aber nur vielleicht. ;)

Samstag, 16. März 2013

Tag 4: Beach Resort

07:30 Uhr gab es Frühstück. Ich sag doch...jeden Tag etwas später. ;) Es ist immer wieder toll. Diese Auswahl und dann der Ausblick! Das hätte ich gerne jeden Tag. Danach ist Tobi die Infrastruktur vom Hotel erkunden gegangen (und entdeckte dabei die Kläranlage, wie toll!) und ich habe mich durch die Ordner vom Reisecenter gewühlt und etwas gebildet. Jeremias kommt erst morgen wieder ins Hotel, also buchen wir da erst unsere Touren. Wir holten unsere Sachen und gingen zum Strand. Dort „röteten“ wir unsere Körper von 09:00 bis ca. 14:00 Uhr und versorgten uns zwischendurch in der Snackbar. Heute war ich sogar mal weiter im Meer planschen und Tobi war öfter schnorcheln.
Wir versuchten auch einem Mysterium auf die Spur zu kommen...dem mystischen roten Drink. ;) Jeder Zweite läuft hier mit so einem toll rot leuchtendem Drink umher. Tobi fragte mal an der Bar den Barkeeper, bekam aber eine Bacardi-Cola (hä?) und als ich an der Bar stand, bestellte eine Frau vor mir das Zeug und ich versuchte ihm zu deuten, dass ich wissen will, was der schöne rote Drink für einer ist. Nix zu machen. Ich bestellte etwas rotes und bekam etwas gelbes. Er machte mir eine Mango Margarita. Hm, auch lecker, aber eben nicht rot. Wir schlürften das Zeug an der Bar und warteten. Ein Mädel bestellte sich eine Strawberry Margarita...die war rot, aber leuchtete nicht so schön und außerdem war die mit viel Alkohol. Das leuchtend rote Getränk hatten aber auch Kinder. Ich tippte ja erst auf Watermelon Juice, aber das war es auch nicht. Wir bekamen es heute leider nicht mehr raus. Stattdessen wissen wir aber jetzt, wie das rosane Gesöff von gestern heißt: Bananamama. Klingt komisch, ist aber so! Seeehr lecker und wird nun öfter bestellt. ;) Auf dem Zimmer stellten wir dann fest, dass sich Tobi total verbrannt hat. Kopf, Bauch, Rücken, Knie, Fußrücken...alles rot, trotz eincremen mit LSF 30. Ich hatte bis auf ein paar Sonnenallergie-Pusteln nix dramatisches, hatte mich in der Mittagssonne aber auch mit einem Tuch zugedeckt. Tja, Frau war halt schlau, hehe. Halb acht sind wir zum Abendessen und gegen neun waren wir im Bett. Die frische Seeluft ermüdet doch ganz schön. Vielleicht liegt es auch an der Dunkelheit. Die Sonne geht 5:55 auf und 17:55 unter...und wenn es dunkel ist, dann aber richtig. Dafür hat man hier aber auch einen irren Sternenhimmel, richtig klasse.

Freitag, 15. März 2013

Tag 3: Beach Resort – Akumal – Beach Resort

Heute sind wir um 07:00 Uhr zum Frühstück...wir schaffen jeden Tag ein bisschen länger. Wahrscheinlich haben wir uns an die hiesigen Zeiten gewöhnt, wenn es wieder heim geht. Doofer Jetlag. Danach haben wir uns umgezogen, den Rucksack geschnappt und wollten einen anderen Weg nach Akumal suchen (also nicht am Strand entlang). Leider kam man nirgends durch das dichte Gehölz, sodass wir vor zur Hauptstraße und dann immer an der Straße lang bis nach Akumal gewandert sind. Manchmal hielt ein Collectivo und fragte, ob wir mit wollen. Das sind Gemeinschaftstaxen (Mini-Vans), die günstiger als herkömmliche Taxen sind und regelmäßig die Strecke zwischen Tulum und Playa del Carmen fahren. Man kann sie immer vorne an der Hauptstraße anhalten, sofern sie noch Platz haben. Die Gegend hier besteht aus dichtem Gestrüppwald und teilweise Mangroven. Nach ca. 2 km waren wir dort. In Akumal sind wir ein bisschen an Souvenirständen entlang geschlendert und in den Supermarkt eingekehrt. Die heutige Ausbeute: ein Hut für Tobi, eine Kette für mich, Batterien für meinen MP3-Player, ein Bier und einen Starbucks Vanille (jaaa Andrea, die gibt’s hier auch ;)). Danach sind wir am Strand zurück in die Snackbar, haben was gegessen und Leute geguckt. Es ist schon erstaunlich, wie wenig Schamgefühl manche Leute besitzen. Daheim würden die sicher nie so rumlaufen, aber hier kennt sie ja niemand. Pfff. Wir haben uns dann noch etwas ausgeruht (die Mittagssonne war ziemlich warm) und sind dann an den Strand. Tobi war schnorcheln, ich nur waten. Er ist begeistert. So viele bunte Tropenfische und Korallen hat er noch nie gesehen, sogar einem Kofferfisch ist er begegnet. Die Tortugas und Mantarochen haben sich bisher aber noch nicht blicken lassen. Kommt vielleicht noch. Da wir dann noch an der Snackbar waren, haben wir das Abendessen heute ausfallen lassen. Wir platzen hier sonst. An der Snackbar hatte ich eine Amerikanerin angequatscht, die einen schönen rosafarbenen Drink hatte. Der Inhalt klang gut, also habe ich das selbe bestellt. Man, war der lecker. Leider hatte ich den Namen nicht verstanden, sodass ich den nicht nochmal bestellen konnte. Englisch ist nicht so die Sprache der Barkeeper, wie ich feststellen musste. Später haben wir in der Lobby versucht, ob wir nicht doch irgendwie kostenlos das W-Lan nutzen können, aber es war nichts zu machen. An der Mainbar hat Tobi dann beschlossen, in diesem Urlaub alle möglichen Cocktails durchzuprobieren. Das Los des All Incusive - Urlaubers. ;) Heute gab es 1 Mojito, 2 Caipirinhas und 2 White Russians. Die haben scheinbar reingehauen, denn schon nach einer Runde Kniffeln auf dem Balkon ist er sofort weggeratzt. Ich folgte ihm gegen 21:30 Uhr.

Donnerstag, 14. März 2013

Tag 2: Beach Resort

Wir waren natürlich das erste Mal halb drei wach und dann wieder um fünf. Dann ging nichts mehr. Wir schauten fern, erfreuten uns an der Aussicht auf unserem Balkon und waren 6:20 Uhr vorm Restaurant. ;) 10 Minuten später staunten wir über das Buffet. Ein Hammer-Frühstück. Es gab alles, was das Herz begehrt. Mehr Auswahl geht fast nicht. Wir frühstückten an einem Tisch direkt am weißen Strand mit Blick auf das ruhige Meer. Was will man denn noch mehr? Danach sind wir etwas den Strand entlang spaziert, durch Gehölz gekraxelt und ich habe mich auf einer ganz tollen fast liegenden Palme von gelben Ameisen angreifen lassen, die mich überall gebissen haben. Was hat das gebrannt und gejuckt...Teufelsviecher! Danach sind wir auf's Zimmer und zogen uns um. Wir suchten uns zwei nette Liegen am Pool aus und gingen ins Meer. Tobi schwamm schön weit raus, ich dümpelte im stehenden Gewässer rum, da mich 2-4 ordentlich große Fische beäugten und umrundeten. Die waren eigentlich ganz hübsch: silber mit gelbem Rand, aber eben auch 20-30 cm lang. Zu groß für mich. ;) Von wegen die schwimmen vor mir weg...neeee, die kamen immer direkt auf mich zu gestürmt. Und nein, das ist keine Einbildung. So!
Der weiche weiße Sand unter den Füßen war herrlich, dennoch benutzen wir lieber unsere Tauchschuhe. Die Erinnerung an meine aufgerissene Fußsohle in Thailand war noch nicht verblasst. Es war auch gut so, denn unser Strandabschnitt ist mit unzähligen kleinen Korallenriffen gesegnet, die teilweise bis vor ans Ufer reichen. Für Schnorchler ein Paradies! Hier an der Riviera Maya ist nach dem Great Barrier Reef in Australien das zweitgrößte Riff der Welt zu Hause. Und unser Strand in Akumal ist Heimat von drei Arten Meeresschildkröten, wovon zwei sogar hier am Hotelabschnitt ihre Eier legen. Leider haben wir aber noch keine gesehen. Nach 20 Minuten war es aber erstmal genug und wir sind in den Pool. Der ist so klasse und wir hatten ihn ganz für uns alleine. Danach wurde es auf der Liege aber sehr frisch. Hier weht immer eine ordentliche Meeresbrise und oft wurde die Sonne von Wolken bedeckt. Gestern Mittag hat es hier wohl auch noch geregnet, allerdings bei 26 Grad. ;) Um 11:15 Uhr gingen wir zum Reisecenter, wo uns Jeremias von Meiers Weltreisen mit vier anderen Deutschen begrüßte. Unser eigentlicher Reiseleiter von Jumbo Tours namens Carlos, bei dem wir um 9:00 Uhr einen Termin gehabt hätten, spricht kein Deutsch. Daher hat das Jeremias übernommen, der wirklich sehr nett ist und gut Deutsch spricht. Er erzählte uns ein bisschen was von den Touren, die man machen kann, und gab uns Infobroschüren und eine Preisliste mit. Er organisiert dann auch unseren Rücktransfer. Von Mietwagen leihen hat er eher abgeraten, da die Mexikaner sehr radikal fahren und die Touris oft übers Ohr gehauen werden, in dem man ihnen eine Vollkasko vorgaukelt und dann aber keine existiert. Das ist uns mit unseren nicht vorhandenen Spanischkenntnissen dann etwas zu heikel. ;) Außerdem soll man nicht mit der Polizei diskutieren, wenn man angehalten wird und Strafe zahlen soll...egal, ob gerechtfertigt oder nicht! Nee, das is nix für mich. ;) Ich denke, wir kommen auch anders auf unsere Kosten. Nach dem Meeting sind wir zum Mittagessen gegangen. Wir fanden beide etwas Leckeres am Buffet und begaben uns pappsatt wieder auf's Zimmer. Die Müdigkeit kam durch, aber ich setzte mich erstmal an den Blog und schrieb die Anreise auf. Tobi ist spazieren gegangen und bis ins Dörfchen gelatscht. Die Strommasten hatten es ihm angetan. ;) Als er wieder da war, sind wir zur Snackbar und haben ein paar Pommes und jeder einen Burger gegessen. Dann wollte ich ein kleines Schläfchen machen, ging aber nicht, weil Resident Evil kam, bei dem wir hängen geblieben sind. Englisch mit spanischen Untertitel ist auch gewöhnungsbedürftig. ;) Nach dem Abendessen sind wir noch an die Mainbar und haben eine Pina- und eine Virgin Colada getrunken. Nach einer Runde Kniffel waren wir um acht aber auch wieder dermaßen müde, dass das Licht ausging. Die viele frische Luft ist ja auch keiner gewohnt. ;)

Mittwoch, 13. März 2013

Tag 1: Arriba Arriba - Wir sind in Mexiko!

Berlin - Düsseldorf - Cancun - Akumal

Hola Amigos, jetzt ging es endlich wieder los! Was soll ich sagen? Unsere Anreise nach Mexiko lief völlig reibungslos...seit vielen Jahren zum ersten Mal keine Zwischenfälle. ;) Obwohl die Omen ja wirklich schlecht standen: Taxi-App zum ersten Mal ausprobiert, ein Tag vorher war der Flughafen Frankfurt wegen Schnee gesperrt und in Düsseldorf wurde gestern noch gestreikt. Trotzdem...so glatt wie dieses Mal lief es noch nie. Wir sind um 03:30 Uhr aufgestanden und 03:50 war das Taxi da. Es war bibbrig kalt, nur -4 Grad. Kosten: 35,30 Euro, aber das war es uns um diese Uhrzeit und bei der Kälte wert. Der Fahrer war super nett und bekommt natürlich seine 5 Sterne-Bewertung. Die MyTaxi-App kann ich nur empfehlen, danke nochmal an Dirk für den Tipp. Um 04:20 Uhr waren wir am Gate A03 in Tegel. Der Check-In-Schalter machte gerade auf, also gaben wir erstmal gleich unsere Koffer auf. Beide wogen nur ca. 15 Kilo...Übung macht den Meister, hehe. Danach holte sich Tobi einen Kaffee und ich trank meinen mitgebrachten Kakao. Das Warten war wieder etwas ätzend, das ist immer das Blödeste am Reisen. Aber nach einem problemlosen Security-Check hoben wir pünktlich um 06:25 Uhr ab nach Düsseldorf. Das Wetter war perfekt. Die Sonne schien, kaum Wolken und eine trockene Start- und Landebahn. In Düsseldorf blieben wir gleich in der sicheren Zone und spazierten gemütlich zur Passkontrolle und zu unserem Abflug-Gate. Ich stöberte noch ein bisschen im Buchladen und kaufte einen kleinen Mexiko-Reiseführer (ja echt, ich hatte noch keinen) und Tobi stürmte die Raucherlounge. Danach warteten wir noch 10 Minuten und das Boarding begann. Das Timing war fantastisch, so macht Reisen Spaß. Die Maschine (Airbus A330-200 mit 2-4-2-Sitzen) war allerdings nicht so pralle: kein Entertainment-Programm pro Sitz, sondern alle 5 Reihen ein Monitor in der Mitte. Pfff. So ein Scheiß! Die 11:25 Stunden Flug konnten somit ja nur endlos lang werden. Wurden sie auch. :( Mit 10 Minuten Verspätung, weil wir auf eine Rolli-Fahrerin warteten, hoben wir 09:00 Uhr wieder ab. Da konnte ich mich ja schon wieder leicht aufregen. Die wollen doch sonst auch gleich behandelt werden, also sollen sie auch pünktlich am Flugzeug sein. Jaja, ich weiß...ich war nur genervt wegen dem fehlenden Entertainment. Wir saßen in einer 2-er Reihe, glücklicherweise hatte ich früh genug reserviert. Links neben uns nahmen 2 äußerst krank aussehende Personen in der Mittelreihe Platz. Ich tippe ja immer noch auf Heroin-Junkies. Die Beiden kamen aus der Schweiz und sahen total abgewrackt aus. Da fragt man sich, wie sie sich den Flug leisten können. Auch die Stewardessen machten sich wohl ihre Sorgen und baten uns, etwas auf die Beiden zu achten und ihnen Bescheid zu sagen, wenn etwas ist. Wir sahen wohl sehr kompetent für diese Sonderaufgabe aus. :) Aber sie blieben ruhig, außer dass die Dame immer mal wieder in den vorderen Flugzeugbereich verschwand und sich dort einfach auf einem freien Platz niederließ. Wenn sie mal wach war, dann nervte sie die anderen Passagiere etwas (auch Tobi) mit sinnlosem Gequassel. Die beiden Flugzeugmahlzeiten waren sehr lecker, ja wirklich. Zum Mittag gab es Pasta in Sahnesoße (ich) oder Hühnchenfrikadellen mit Kapü und Bohnen (Tobi). Abends gab es dann Fisch mit süß-saurem Gemüse, ein Kuchenbrötchen, Frischkäse und Cracker. Naja, satt machte das nicht so ganz, aber es war ok. Im TV lief je eine Folge Cheers und The Big Bang Theory sowie 3 Filme. Ca. 1 Stunde nach dem Mittagessen lief Ice Age 3, den wir beide geguckt haben, danach ein Film mit Richard Gere und danach Stadt der Engel. Dieses Jahr werden alle Langstreckenflieger von Air Berlin auf das neue Entertainment-System umgerüstet. Wir hatten das Pech in einer der alten Maschinen zu fliegen. Echt schade, so macht das Fernsehen einfach keinen Spaß und die Zeit vergeht kaum. Wir lästerten über andere Passagiere, versuchten erfolglos zu schlafen, spielten Dame oder liefen etwas umher. 11,5 Stunden sind verdammt lang. :) Manchmal flogen wir über interessante Sachen hin weg, z.B. entdeckten wir das London Eye und die Tower Bridge, die Azoren und dann viel viel später die Bahamas und Kuba. Meistens war natürlich nur der Atlantik zu sehen. ;) In Cancun war es etwas bewölkt, wobei der Landeanflug klare Sicht bot. Wir sahen das karibische Meer und die Cancun vorgelagerten kleinen Inselchen mit den weißen Puderzuckerstränden und dem türkis leuchtenden Meer. Der Wahnsinn! Ich dachte erst, der Pilot landet im Meer, da der Flughafen ziemlich nah am Wasser zwischen Mangroven gelegen ist. Er setzte die Maschine derart sanft auf, dass auch wir diesmal geklatscht haben. Der Wind war ziemlich stark und dann eine solch sachte Landung hinzubekommen ist schon beeindruckend. Der Zeitunterschied beträgt übrigens -7 Stunden. Die Temperatur betrug 26 Grad. :) Als wir aus der Maschine raus kamen, ging es zur Toilette und dann direkt zur Immigration (Passkontrolle), wo wir unsere im Flugzeug mit grün ausgefüllten Einreisekarten nochmal in schwarz bzw. blau ausfüllen mussten. :) Ansonsten war alles unproblematisch und richtig fix. Nicht so ein Aufriss wie in der USA. Direkt dahinter kamen auch bald unsere Koffer und wir verließen den Flughafen, der ziemlich klein wirkte. Kurz vorm Ausgang sahen wir scheinbar etwas verloren aus, sodass wir gleich zweimal vom Personal gefragt wurden, ob sie helfen könnnen. Wir sagten ihnen, dass wir einen Transfer gebucht haben und sie schickten uns raus zu den vielen Leuten mit Schildern. :) Wir hatten auf Expedia gebucht, aber der Reiseveranstalter hieß WTA-X Travel. Natürlich stand auf keinem der zig Schilder dieser Name drauf, sodass wir wieder hilflos rumstanden. Aber dann sprach uns einer von Neckermann an, über den WTA die Flüge gebucht hatte. Der entdeckte aber auf unserem Schreiben, dass für unseren Transfer Jumbo Tours zuständig ist (hätte ich nie entdeckt). Da soll auch einer durchblicken! Pfff. Er suchte dann mit uns zusammen und zeigte auf einen Mann mit pinkem Shirt, auf dem Jumbo Tours stand. Wir hin und siehe da, unsere Namen standen auf seinem Zettel. Juhu! Ein paar Minuten später hielt ein Minibus, wir stiegen ein und fuhren los. Ja, der Knabe fuhr tatsächlich nur wegen uns. Fand ich prima. :) Es ging auf einer zweispurigen Straße ca. 85 km nur geradeaus. Wir verließen den Flughafen so ziemlich genau 15:30 Uhr Ortszeit und waren 1:15 Stunde später im Akumal Beach Resort in Akumal. Das heißt übrigens in der Sprache der Maya „Schildkröte“, da unser Strand für die Tortugas berühmt ist. An der Rezeption gab es einen Welcome-Drink, ein paar Infos, Safe-Schlüssel, TV-Fernbedienung, 2 Towel-Keys und den Zimmerschlüssel. Ein Kofferträger schnappte unsere Koffer und eilte davon. Wir hinterher. Unser Zimmer liegt im 2. OG, also im Obersten. :) der Ausblick: atemberaubend. Wir schauen direkt auf die schöne Poollandschaft und das türkisblaue karibische Meer mit dem feinsandigem weißen Strand und den zahlreichen Kokospalmen. Wunderschön! Während ich gerade auf dem Bett lümmel und euch schreibe, sehe ich durch die Terrassentür das türkise Wasser. Ja, so stelle ich mir einen Karibikurlaub vor.

Wir waren nun schon 20 Stunden auf den Beinen, aber hier war es ja erst 16:30 Uhr. Hinlegen war daher tabu. Wir gingen also das Hotel erkunden. Groß ist es nicht, aber genau das wollten wir ja. Die Gäste verstreuen sich am hoteleigenen Strand und in der großen Poolandschaft so toll, dass es eigentlich schon fast wieder leer aussieht. Wahrscheinlich ist es auch nicht ausgebucht. Wir fragten an der Rezeption nach einem ATM, doch der nächste ist erst im Fischerdörfchen Akumal, 15 Minuten am Strand entlang. Wir gingen zum Strand und kamen dort an der Snack-Bar vorbei. Oi, hier gab es Burger und Pommes, sodass wir erstmal etwas gegessen haben. Es war wirklich lecker und da wir es wahrscheinlich nicht mehr zum Abendessen schaffen würden, aßen wir uns hier satt. Wir haben ja All Inclusive und daher bekommt man hier an jeder Ecke was zum Futtern und Trinken. Das ist schon praktisch, man gibt kein Geld aus. Man ist aber auch immer irgendwie satt. Dann gingen wir die 2 Meter zum Strand und fühlten den weißen Sand unter unseren Füßen...war der weich...irre. Wir liefen die paar Minuten bis zum Dörfchen und kehrten in die beiden kleinen Supermärkte ein, wo auch der ATM war. Die Ausbeute: eine 1,5 Liter Sprite für's Zimmer, eine Tüte Lays Original und ein paar Flip Flops für den Tobi, der keine Latschen mitgenommen hatte. :) Danach kehrten wir zurück und setzten uns noch etwas in die Snack-Bar und haben was getrunken. Wir waren dermaßen erschöpft, dass wir es nicht mehr lange aushielten. Punkt 19:00 Uhr lagen wir in der Koje und schliefen sofort ein. :)